Commerzbank will trotz Milliardengewinns keinen Gewinn-Bonus zahlen

Die teilverstaatlichte Commerzbank will einem Bericht zufolge trotz des ersten Milliardengewinns seit fünf Jahren weiter keine gewinnabhängigen Boni-Zahlungen an die Mitarbeiter leisten. „Ein Konzernzuschlag kann nicht gezahlt werden, da die dafür erforderliche Rentabilität noch nicht erreicht wurde“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer ihm vorliegenden Mitteilung an die Mitarbeiter.

Die Commerzbank ist knauserig bei Bonuszahlungen.

Der sogenannte Konzernzuschlag mache bei den 18.000 außertariflich bezahlten Mitarbeitern der insgesamt 39.000 Angestellten im Inland rund 40 Prozent der variablen Vergütung aus. Tarifangestellte gingen beim Bonus gänzlich leer aus.

Unverständnis bei der Belegschaft

Der Frankfurter Betriebsrat reagierte dem Blatt zufolge mit einer Protest-E-Mail. Die Mitteilung habe im Betriebsrat „aber auch bei vielen Kolleginnen und Kollegen zu Fragen, Unverständnis und Empörung geführt“, hieß es demnach darin.

Die Bank hatte im vergangenen Jahr einen Überschuss von knapp 1,06 Milliarden Euro erzielt und will erstmals seit acht Jahren wieder eine Dividende an die Aktionäre ausschütten. Der Bund ist derzeit noch mit rund 15 Prozent beteiligt.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

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