Danske Invest: „Unternehmen müssen ihr eigenes Schicksal steuern können“

Unternehmen mit optimierter Lieferkette

Ein Beispiel für ein Unternehmen, das auf diese Weise sein eigenes Schicksal in die Hand genommen hat und Bestandteil von Henrik Husted Knudsens Portfolio ist, ist die deutsche Firma Henkel, die Produkte im Bereich Schönheitspflege und Reinigungsmittel herstellt.

„Die Herstellung der verschiedenen Produkte innerhalb des Unternehmens basiert großenteils auf den gleichen Rohstoffen. Aus diesem Grund hat Henkel in den letzten Jahren in die Optimierung seiner Lieferkette investiert und viel Aufwand betrieben, um über die verschiedenen Geschäftsbereiche Synergien im Einkauf zu schaffen“, erläutert Henrik Husted Knudsen. „Diese Strategie geht nun auf, und Henkel beginnt die Früchte seiner Arbeit zu ernten.“

„Auch wenn wir in den kommenden Jahren keine hohe Umsatzsteigerung erwarten, rechnen wir doch mit einem ansehnlichen Gewinnwachstum. Denn größere Synergien innerhalb der Firma können die Kosten senken und damit den Gesamtgewinn erhöhen“, fügt der Chefportfolioberater hinzu.

Attraktiver Brillenmarkt

Die niederländische Optikerkette Grandvision ist ebenfalls ein Unternehmen, das laut Henrik Husted Knudsen über Umstrukturierungen seine Gewinne steigern kann. Grandvision hat in den letzten zehn bis 15 Jahren weltweit Optikerketten aufgekauft, darunter den Anbieter Synoptik. In den letzten drei bis vier Jahren hat der Brillenhersteller daran gearbeitet, eine homogene Plattform über alle Ladengeschäfte in den verschiedenen Ländern zu schaffen.

„Grandvision ist gut positioniert, da die homogene Plattform einen kollektiven Kaufvertrag mit Brillenglasherstellern über die verschiedenen Optikermarken des Konzerns hinweg ermöglicht. Zudem hat das Unternehmen noch einige andere Initiativen ergriffen, um das Geschäft zu rationalisieren“, meint Henrik Husted Knudsen.

„Grandvision kauft nach wie vor andere Unternehmen auf. Das Potenzial, das durch die Integration der neuen Übernahmekandidaten in die globale Plattform und Wertschöpfungskette entsteht, ist so groß, dass die Gewinne stärker wachsen können als der Umsatz“, fügt er hinzu. Der Chefportfolioberater von Danske Invest hält den Brillenmarkt grundsätzlich für attraktiv, da die Bevölkerung in Europa und anderen Teilen der Welt aufgrund des demographischen Wandels immer älter wird. (tr)

Foto: Danske Invest

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