29. Dezember 2016, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche wollen 2017 mehr sparen

Die meisten Deutschen haben Geld-Vorsätze für das nächste Jahr, ergab eine repräsentative GfK-Studie im Auftrag des Berliner Fintech-Unternehmens Savedo. Überraschend angesichts der Niedrigzinsen: An erster Stelle der Vorsätze steht, regelmäßig (mehr) zu sparen, etwa für die Altersvorsorge.

Euros-750 in Deutsche wollen 2017 mehr sparen

Die Spar-Vorsätze der Deutschen sind für 2017 ausgeprägter als in den Vorjahren.

Vor allem die Jüngeren nehmen sich das für 2017 vor. Ein weiterer beliebter Geld-Vorsatz bei den Deutschen: Angebote genauer zu vergleichen, um weniger auszugeben. Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, öfter Zeit mit dem Partner verbringen: Das alles sind beliebte Vorsätze für das neue Jahr. Aber wie sieht es in Sachen Finanzen für 2017 aus? Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erforschte für die Berliner GeldanlagePlattform Savedo die Geld-Vorsätze der Deutschen (1.006 Befragte, Studiennummer 2016 749).

Bei Jüngeren wächst das Bewusstsein fürs Sparen

Zwei Drittel der Befragten (66 %) haben sich vorgenommen aktiv zu werden, um ihre finanzielle Situation zu verbessern. An erster Stelle steht dabei regelmäßiges Sparen (28,9 %). Das nehmen sich gleichermaßen Gutverdienende (33,8 %) sowie Geringverdiener (33 %) vor. Überraschend ist der hohe Anteil der 14- bis 19-Jährigen: Mehr als jeder Zweite von ihnen (55,9 %) hat sich vorgenommen, regelmäßig mehr zu sparen. “Die Generation Smartphone denkt, anders als vielfach vermutet, ausgesprochen konservativ und will beizeiten Geld zurücklegen”, erklärt Savedo-Chef Christian Tiessen. Mit steigendem Alter sinkt laut GfK-Studie dagegen die Bereitschaft, mehr zu sparen. “Das ist nachvollziehbar”, so Christian Tiessen, „denn mit 50 oder 60 haben die meisten bereits Ersparnisse vorzuweisen.“

Nach besseren Zinsen suchen nur wenige

Auf Platz zwei folgt der Vorsatz, mehr zu vergleichen (27,5 %), um etwa für Strom oder Versicherungen weniger Geld auszugeben. Generell scheinen die Deutschen mehr für das Thema Kosten sensibilisiert worden zu sein: Immerhin 20,1 Prozent der Befragten nannten als
Geld-Vorsatz für 2017, mehr auf Provisionen und andere Gebühren zu achten. “Bessere Sparzinsen suchen”, etwa für Tagesgeld oder Festgeld, belegt nur Platz fünf.

Überdurchschnittlich oft nahmen sich Rentner, Beamte und Selbstständige vor, bessere Zinsangebote zu suchen. Naheliegende Vermutungen: Während Rentner mehr Zeit haben um zu vergleichen, haben Selbstständige mehr Druck, da sie öfter vorübergehend große Summen parken müssen.

Frauen nehmen sich weniger vor als Männer

Nur wenige der Befragten (11 %) wollen im nächsten Jahr auf die Börse setzen. Noch weniger (8,8 %) wollen sich intensiv damit beschäftigen, wie sie Steuern sparen oder Förderungen wie zum Beispiel vermögenswirksame Leistungen erzielen können. Abgeschlagen landet auch der
Geld-Vorsatz, sich mehr Finanzwissen anzueignen, obwohl damit Fehlberatungen und Fehlentscheidungen vorgebeugt werden könnte (8,3 %). Sehr deutlich ist hier der Unterschied zwischen Männern und Frauen. Während elf Prozent der Männer sich eine Finanz-Weiterbildung vorgenommen haben, sind es nur halb so viele Frauen (5,5 %). Generell sind Frauen weniger daran interessiert, die finanzielle Situation zu verbessern: Frauen (40 %) gehen deutlich häufiger ohne Geld-Vorsätze ins neue Jahr als Männer (29 %). Insgesamt gab jeder dritte Befragte (34 %) an, er habe keinerlei Vorsätze rund ums Geld. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Entscheidung über Provisionsdeckel erneut verschoben

Auch an diesem Mittwoch hat die Bundesregierung nicht über den Provisionsdeckel in der Lebensversicherung entschieden.

mehr ...

Immobilien

EU-Kriterienkatalog: Green Finance für Immobilien

Der Kampf um die Pariser Klimaziele geht in eine neue Runde. Lange wurde er erwartet, jetzt ist er endlich da – der Kriterienkatalog der EU, der  Investoren und Finanzierern Aufschluss über die Nachhaltigkeit von Investments geben soll.

mehr ...

Investmentfonds

Facebooks Libra macht Kryptowährungen massentauglich – auch ohne Banken

Mehr als 2,4 Milliarden potenzielle Nutzer für Facebooks Kryptowährung Libra: Gelingt es Facebook nach der Revolutionierung der privaten und öffentlichen Kommunikation nun auch, das globale Geldsystem zu revolutionieren?

mehr ...

Berater

So erreichen Sie jeden Kunden

Wo informieren sich Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen? Für 59 Prozent der volljährigen Verbraucher in Deutschland sind Onlinemedien im Web 1.0 die meistgenutzte Quelle für solche Produktinfos, für 22 Prozent hingegen traditionelle Medien wie Zeitungen und Fernsehen. Welcher Kanal und welcher Stil im Einzelfall die richtige Wahl für eine erfolgreiche Kundenansprache ist, hängt von der jeweiligen Zielgruppe ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...