Energie und Wasserverbrauch sind eng verzahnt

David Montag vom Fachbeirat der Investmentboutique Ökoworld.

Aufbereitung Brauchwasser

Ziel muss es demgegenüber sein, Brauchwasser, wo immer möglich, aufzubereiten und wiederzuverwenden, in der Industrie in geschlossenen Kreisläufen. Technisch und wirtschaftlich stellt dies kein Problem dar. Was oft fehlt, ist das Grundlagenwissen, das bereits in den Schulen vermittelt werden müsste, wie der Abschlussbericht zur World Water Week 2014 feststellte. Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass es hinsichtlich der einzelnen Formen der Wassernutzung nicht nur an Lebenszyklusuntersuchungen, sondern oft bereits an der hierfür erforderlichen Erhebung quantitativer und qualitativer Wasserverbrauchsdaten fehlt. Dies ist vor allem bei konkurrierenden Wassernutzungen in weiträumigen Wassereinzugsgebieten ein großes Problem.

So stellen in vielen Flüssen Wasserkraftwerke an den Oberläufen, der Fischfang an deren Unterläufen und die Landwirtschaft konkurrierende Nutzungen dar. Vor allem wenn sich diese Gebiete über mehrere Ländergrenzen hinweg erstrecken, erfordert die Nutzung des Wassers Abstimmungen auf politischer Ebene, die in der Vergangenheit angesichts unzureichend verfügbarer Informationen oft nicht rechtzeitig erfolgt sind und in vielen Regionen, insbesondere außerhalb Europas, künftig vermehrt zu politischen Spannungen führen können.

Gastkommentar von Prof. Dr. Gerald Haug, Dr.-Ing. David Montag und Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke, die dem Fachbeirat von Ökoworld (Hilden) angehören.

Foto: Ökoworld

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