Anzeige
Anzeige
5. Dezember 2016, 07:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Italien-Referendum: Beben an den Finanzmärkten bleibt zunächst aus

An den Finanzmärkten ist das von einigen Experten erwartete Beben nach dem Scheitern der Verfassungsreform in Italien bis dato ausgeblieben.

Italien in Italien-Referendum: Beben an den Finanzmärkten bleibt zunächst aus

Börsen reagieren besonnen auf gescheitertes Verfassungsreferendum in Italien.

Der Euro sowie Asiens Aktienmärkte verloren zwar und auch der Dax sowie der EuroStoxx 50 werden mit Verlusten zum Handelsstart am Montag erwartet. Jedoch lagen die Abschläge bei jeweils unter einem Prozent. Alles in allem fiel die Reaktion an den Finanzmärkten deutlich verhaltener aus als zum Beispiel bei der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im November oder dem Brexit-Votum in Großbritannien im Juni.

Euro erholt sich etwas

Der Euro erholte sich am Morgen von seinen anfänglich etwas deutlicheren Verlusten und lag nicht einmal mehr ein Prozent im Minus. Ein Euro kostete zuletzt 1,0563 US-Dollar. In Reaktion auf den Ausgang der Abstimmung in Italien war die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich fast bis auf 1,0506 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit März 2015.
Nach dem Scheitern seiner Verfassungsreform hat der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi seinen Rücktritt angekündigt. Daraufhin hatte der Euro seine Verluste etwas eingedämmt, da sich mit der Rücktrittsankündigung eine schnelle Entscheidung über Neuwahlen und damit kein lang anhaltendes Machtvakuum andeutet.
Die europäische Gemeinschaftswährung steht wegen der Furcht vor einem Wiederaufflammen der europäischen Schuldenkrise schon seit einiger Zeit unter Druck. Auf der anderen Seite konnten sogenannte sichere Anlageformen wie der japanische Yen oder der Schweizer Franken nur leicht zulegen. Der Goldpreis gab sogar leicht nach.

Aktienmärkte moderat im Minus

Auch an den Aktienmärkten waren die Abschläge moderat. In Tokio stand der Nikkei-Index für 225 führende Werte im späten Handel ein knappes Prozent im Minus bei 18 261 Punkten. Unter den zehn größten Verlierern waren auch einige Finanzwerte, darunter die Großbank Mitsubishi UFJ. Bankaktien reagieren besonders sensibel auf Krisen. In Südkorea, Hongkong, Australien und Taiwan lagen die Verluste der Leitindizes bei jeweils unter 0,3 Prozent.
In Deutschland wurde der Dax beim Broker IG zwei Stunden vor Handelsstart mit einem Abschlag von 0,6 Prozent auf 10 449 Punkte erwartet. Schon vor dem Wochenende hatten die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank allerdings deutlich nachgegeben. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, wurde von IG ähnlich stark im Minus erwartet. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Exportdeckungen erreichen Rekordhoch

Angesichts wachsender wirtschaftlicher und politischer Risiken steigt die Nachfrage nach Kreditversicherungen in der deutschen Wirtschaft deutlich: Nach Hochrechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) decken die Kreditversicherer im Jahr 2018 Lieferungen im Wert von 424 Milliarden Euro, fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...

Investmentfonds

Der Handelskrieg ist ein Stellvertreterkrieg

Im Kalten Krieg hatten die USA den Wettstreit um die Nr. 1 in der Welt gegen die Sowjetunion militärisch klar für sich entschieden. Der Kalte Krieg von damals ist heute zum heißen Wirtschafts-Krieg geworden. Nicht mehr nur von militärischer, sondern immer mehr von wirtschaftlicher Stärke hängt ab, wer das Zepter über die Welt schwingt. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Weihnachtsgeld: Wer es für was ausgibt

Knapp 60 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland dürfen sich in diesem Jahr über Weihnachtsgeld freuen. Wer es bekommt, gibt es in erster Linie für die Weihnachtseinkäufe aus, wie eine repräsentative Bevölkerungsbefragung im Auftrag der Creditplus Bank AG zeigt. Beliebt ist auch, das Geld zu sparen oder es für den Lebensunterhalt zu verwenden. Wer den Zusatzverdienst besonders schnell verprasst.

mehr ...

Sachwertanlagen

PRIIPs: Verbände begrüßen Verschiebung

Der Stichtag für die Anwendung der PRIIPs-Verordnung über Basisinformationsblätter für Wertpapierfonds und Alternative Investmentfonds (AIF) soll um zwei Jahre auf den 31. Dezember 2021 verschoben werden. Die Betroffenen begrüßen den Aufschub.

mehr ...

Recht

Vorweihnachtlicher Paket-Betrug: So shoppen Langfinger

Millionen Päckchen und Pakte sind in der Adventszeit unterwegs. Die Zusteller sind im Vorweihnachtssstress. Aber nicht alle Besteller in Online-Shops haben das Wohl der Mitmenschen im Sinn. Einige treibt kriminelle Energie. Rechtsexperten der Arag erläutern, was es mit dem Paket-Betrug auf sich hat.

mehr ...