Anzeige
29. Januar 2016, 08:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

NN Investment Partners: “Korrektur der Märkte übertrieben”

Nach Auffassung von NN Investment Partners (NNIP) befinden sich alle riskanten Vermögenswerte aus technischer Sicht in überverkauftem Territorium, obwohl es dafür an eindeutigen “fundamentalen” Ursachen mangelt.

Safety in NN Investment Partners: Korrektur der Märkte übertrieben

Laut NN Investment Partners übertreiben Anleger damit, auf Nummer sicher zu gehen.

 

Der Risikoaversionsindex von NNIP ist in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt und notiert inzwischen bei 66. Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Multi Asset bei NN Investment Partners, erläutert: “Die Risikoaversion der Anleger ist auf ein Niveau gestiegen, das außerhalb von Krisenphasen nur selten erreicht wird. Unser Risikoaversionsindex, der die Risikoprämien über verschiedene Märkte hinweg bündelt, ist in den vergangenen Wochen deutlich in die Höhe geschnellt und liegt klar über seinem langfristigen Durchschnitt. In den vergangenen 20 Jahren war nur während der Russland-/LTCM-Krise, im Jahr 2001 (IT-Blase und 11. September) sowie während der Kreditkrise und der Eurokrise eine höhere Risikoaversion festzustellen. Dies soll nicht heißen, dass die Risikoaversion nicht noch auf die während dieser “Systemkrisen” verzeichneten Werte ansteigen kann. Aber der derzeitige Stand zeigt schon, dass die Märkte bereits beträchtliche Probleme eingepreist haben.”

Bedeutung von Stimmungsumschwüngen

Auch andere Indikatoren für das Anlegerverhalten deuten auf ernsthaften Pessimismus hin, und die Barbestände der Fondsmanager sind auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2012 angestiegen. “Auch wenn keine klaren “fundamentalen” Ursachen für die Risikoaversion in Form von Konjunktur- oder Gewinndaten zu erkennen sind, hat der Kurseinbruch bei riskanten Vermögenswerten erneut vor Augen geführt, welche Bedeutung Stimmungsumschwünge an den Märkten für die Anleger haben. Es zeigt sich wieder einmal, wie wichtig es für die Anleger ist, das Marktverhalten einzuschätzen und bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Derzeit halten wir die Korrektur der Märkte vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Fundamentaldaten für übertrieben. Sie reicht noch nicht aus, um Rückkoppelungseffekte auszulösen, die den bisher widerstandsfähigen inländischen Konsum in den Industrieländern ernsthaft dämpfen könnten”, so van Nieuwenhuijzen.

Aktiengewichtung erhöht

Nach Auffassung von NNIP ist diese Einschätzung mit beträchtlichen Unsicherheiten behaftet. Dennoch verschiebt sich die Risikoverteilung aus Anlegersicht leicht. NNIP hat das Engagement in Aktien erhöht und gewichtet diese jetzt leicht über, um das Marktverhalten zu berücksichtigen. (fm)

Foto: NN Investment Partners

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

BRSG: Wer zuckt als Erstes beim Sozialpartnermodell?

Am 1. Januar 2018 fiel der Startschuss für das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Doch wie wurden die neuen Fördermöglichkeiten und das Sozialpartnermodell bisher angenommen? Und warum zögert der Mittelstand? Michael Hoppstädter, Geschäftsführer der Longial GmbH, gibt einen Überblick und wagt einen Blick in die Zukunft.

 

mehr ...

Immobilien

Maklerbefragung: Immobilien-Verrentung setzt sich durch

Aus Sicht der deutschen Makler setzt sich die Immobilien-Leibrente immer mehr durch. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung des Immobilienverbands Deutschland IVD und der Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG hervor.

mehr ...

Investmentfonds

EU-Kommission prüft Haushaltsentwurf aus Rom

Erst kurz vor Fristende hat sich die italienische Regierung auf einen Haushaltsentwurf geeinigt. Wie vorauszusehen, will Rom seine Wahlversprechen durch neue Schulden finanzieren. Die Pläne werden international kritisiert und auch die Märkte sind verunsichert.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...