20. Juni 2016, 13:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Silber könnte bald wieder abheben

Fundamental spricht sehr vieles für einen Silberpreisanstieg. Zudem ist der Silberpreis immer noch weit von seinen Höchstkursen entfernt und müsste sich bis zum Allzeithoch aus April 2011 fast verdreifachen. Interview mit Thomas Neumann von Bestadvice Private Vermögen GmbH.

Bestadvice Foto Thomas Neumann 1 in Silber könnte bald wieder abheben

Thomas Neumann sieht bei Silber großes Potenzial.

Cash.: Wie wird sich der Silberpreis in den kommenden 12 Monaten entwickeln?

Neumann: Fundamental spricht sehr vieles für einen Silberpreisanstieg. Zudem ist der Silberpreis immer noch weit von seinen Höchstkursen entfernt und müsste sich bis zum Allzeithoch aus April 2011 fast verdreifachen. Zum Vergleich beim Goldkurs sind es lediglich noch 33 Prozent bis zum Rekordhoch aus dem Jahr 2011. Aber die letzten Jahre haben leider gezeigt, dass die Edelmetallmärkte dermaßen manipuliert werden, womit keine seriöse Prognose möglich ist, auch wenn fundamental und aufgrund der weltweiten desaströsen Geldpolitik alles für weiter steigende Edelmetallkurse spricht. Es besteht also neben einer Chance, dass die Silberhausse weitergeht, eine genauso große Gefahr, dass der Silberpreis aufgrund von Markteingriffen wieder zurückfällt. Gold und Silber sind die natürlichen Feinde des Papiergeldes und der Nationalbanken!

Cash.: Was befördert den Kursanstieg, was kann zu Rückschlägen führen?

Neumann: Edelmetalle sind Krisen-Investments und dienen der Wertebewahrung. Je stärker die Krisen im Bewusstsein der Investoren sind, desto größer die Kurschancen nach oben. Allerdings sind auch viele Großinvestoren mit sehr unterschiedlichen Interessen im Markt, die den Preis bestimmen – nicht nur aus der Finanzbranche, sondern auch Notenbanken und Staaten, die ihre Vorräte ausbauen. Bei Silber als Industriemetall kommt die Nachfrage aus dem industriellen Bereich hinzu. Die ist natürlich auch konjunkturabhängig. Anleger müssen sich im Klaren sein, dass es immer wieder starke Kursschwankungen in beide Richtungen geben kann.

Cash.: Sollte man als Privatanleger lieber Gold statt Silber im Bestand haben?

Neumann: Grundsätzlich sollte man in beides investieren. Das mindert die Risiken. Im Umfeld der derzeitigen Krisenszenarien sollte man mindestens 15 bis 20 Prozent und je nach persönlicher Risikoaversion auch bis zu einem Drittel seines Gesamtvermögens in Gold und Silber investieren. Davon empfehlen wir normalerweise drei Viertel in Gold und ein Viertel in Silber anzulegen. Das ist wie eine Versicherung gegen alle möglichen Krisen und deren Auswirkungen – insbesondere auch gegen eine weitere Entwertung unseres Papiergeldes und einen möglichen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Aktuell ist das Aufholpotenzial von Silber im Vergleich zum Gold natürlich enorm. Darum spricht aktuell einiges für einen etwas höheren Anteil von Silber im Edelmetallportfolio.

Cash.: Wie kann ich als Privatanleger in Silber am besten investieren?

Thomas Neumann: Das kommt ganz auf das Investitionsziel an. Die Wertaufbewahrungsfunktion erfüllen nur physische Investments wie Silbermünzen oder –barren, die im Vergleich zu Gold natürlich mit deutlich mehr Platzbedarf und Gewicht verbunden sind. Dabei sollte man darauf achten, dass auf Silberbarren 19 Prozent Mehrwertsteuer zu zahlen ist, deshalb sind differenzbesteuerte Anlagemünzen zu bevorzugen. Zur Spekulation eignen sich beispielsweise auch ETFs auf physisches Silber oder aber direkt Minenwerte, die von steigenden Silberpreisen überproportional profitieren. Damit konnte man in den vergangenen Wochen und Monaten sehr gut verdienen. Aber die Risiken sind natürlich ebenso hoch.

Interview: Tim Rademacher

Foto: Bestadvice Private Vermögen GmbH

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GKV: Die besten Krankenkassen im Ranking

Bei der Wahl der richtigen Krankenkasse entscheiden für viele Kunden nicht allein die Konditionen, sondern auch Leistung und Service über eine langfristige Bindung. Wie zufrieden sind die Versicherten aktuell mit den gesetzlichen Krankenversicherern?

mehr ...

Immobilien

Die Top 5 der Woche: Immobilien

Der Service zum Wochenende: Cash. hat die meistgeklickten Artikel im Ressort Immobilien für Sie zusammengefasst. Sehen sie auf einen Blick, welche Themen unsere Leser in dieser Woche besonders interessierten.

mehr ...

Investmentfonds

EY: Dax-Konzerne verdienen insgesamt weniger

Die Konjunkturabkühlung hinterlässt Spuren in den Bilanzen der deutschen Börsenschwergewichte. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY.

mehr ...

Berater

DWS: Deutsche Bank offen für Fusion mit Rivalen

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing steht einem Zusammenschluss der Fondstochter DWS mit einem Konkurrenten offen gegenüber. Das teilte er am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Analysten mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt Direktinvestments in Paraguay

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Angebote von Vermögensanlagen in Deutschland über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Edelholzbäumen untersagt. Anbieter ist die NoblewoodGroup.

mehr ...

Recht

WhatsApp-Party-Einladung kann teuer werden

Bereits zum zweiten Mal hatte ein Jugendlicher per WhatsApp zu einer großen Grillparty aufgerufen. Leider spielte die Polizei da nicht mit und unterband die Veranstaltung auf einem Grillplatz im Landkreis Heilbronn. Zudem kündigte die Beamten an, den finanziellen Aufwand für ihren aufwändigen Einsatz dieses Mal in Rechnung zu stellen. Für die Eltern dürfte der Spaß teuer werden, denn die Privathaftpflicht zahlt nicht.

mehr ...