Trendwende am Arbeitsmarkt bis Sommer unwahrscheinlich

Trotz wachsender Risiken bei der Weltkonjunktur und steigender Flüchtlingszahlen rechnen Volkswirte vorerst nicht mit stärker steigenden Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Bis zum Sommer werde die Zahl der Erwerbslosen saisonbereinigt sogar weiter sinken.

Arbeitsmarkt bleibt bis mindestens Sommer stabil.

Allerdings müsse man in Deutschland ab dann wegen der wachsenden Zahl arbeitsloser Flüchtlinge mit einem leichten Anstieg der Erwerbslosen rechnen, prognostizierten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Experten korrigierten damit ihre in den vergangenen Monaten etwas pessimistischeren Prognosen leicht.

Führende Volkswirte erwarten eher stabile Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

Wegen des anhaltenden Jobaufschwungs wird nach Einschätzung der Fachleute die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2016 allenfalls leicht steigen. Bayern-LB-Volkswirt Stefan Kipar geht sogar von sinkenden Jahresdurchschnittszahlen aus, Eckart Tuchtfeld von der Commerzbank von einer gleichbleibenden Arbeitslosigkeit. Kipar verweist dabei auf die anhaltend gute wirtschaftliche Lage: „Die deutsche Konjunktur ist eine Konsumstory. Und mit dem niedrigen Ölpreis ist die Story sogar noch größer geworden.“

Entscheidend für die Nachfrage nach Arbeitskräften wird neben dem Binnenkonsum auch der Export sein. Hier sind die die Aussichten aber unsicher, da Länder wie China mit sinkenden Wachstumsraten zu kämpfen haben. Auch belasten die Sanktionen mit Russland weiterhin die Wirtschaft. Positiv ist hingegen der niedrige Wechselkurs der Gemeinschaftswährung Euro, die insbesondere die Ausfuhr von Waren in den Dollarraum attraktiver macht.

Quelle: dpa-Afx/tr

Foto: Shutterstock

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