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13. Mai 2016, 13:00
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Wachsende Datenflut wird Festplattenhersteller beflügeln

Investoren, die von den wachsenden Informationsmengen der Big-Data-Ära profitieren wollen, sollten das Segment der Festplattenhersteller in den Blick nehmen. Dieser Ansicht ist Mark Hawtin, Fondsmanager des GAM Star Technology.

Festplatte-1 in Wachsende Datenflut wird Festplattenhersteller beflügeln

Festplattenhersteller profitieren vom wachsenden Datenvolumen.

„Im privaten Bereich setzen sich Flash-Speicher immer stärker durch. Doch in Rechenzentren und Serverfarmen führt auf absehbare Zeit kein Weg an traditionellen Festplatten vorbei. Die Nachfrage ist gewaltig und wächst weiter an. Die Hersteller in diesem Segment sind daher auf Wachstumskurs“, erklärt Hawtin. Das digitale Universum habe sich in den letzten Jahren enorm ausgeweitet, und ein Ende der Entwicklung sei nicht in Sicht. Davon dürfte die gesamte Branche profitieren, allen voran die beiden großen US-amerikanischen Platzhirsche im Bereich der Festplatten, Western Digital (WDC) und Seagate.

Nur Festplatten können die Datenflut der Big-Data-Ära bewältigen

Digitale Medien, medizinische und Überwachungsdaten, Smart Devices und der wachsende digitale Bilderstrom – das sind die Trends, die das globale Datenvolumen anschwellen lassen. „Nicht alle diese Daten könnten ausgewertet werden, doch sie werden alle gespeichert“, erwartet Hawtin. Der Fondsmanager verweist auf Google-Chef Eric Schmidt, der auf dem jüngsten Google-NEXT-Event gesagt hat, dass Speicher mittlerweile so günstig sei, dass es einfacher ist, einfach alles zu speichern als Daten auszusortieren. Weltweit wird laut Hawtin bis zum Jahr 2020 mit einem Datenbestand von 40.000 Exabytes gerechnet – das entspricht dem Datenvolumen von 40 Milliarden handelsüblichen Ein-Terabyte-Platten für den Privatgebrauch. Keine andere Technologie sei in der Lage, diese Datenmengen wirtschaftlich zu bewältigen. Auch für Investoren, die vom Trend zur Cloud profitieren wollen, lohnt ein Blick auf die Festplattenhersteller. „Oft fällt es schwer, die Geschäftsmodelle von Cloud-Anbietern zu bewerten, und gutes Sell-Side-Research ist rar. Aber die Infrastruktur der Cloud beruht auf Servern – und damit auf Festplatten als Speichertechnologie“, unterstreicht Hawtin.

Neue Flash-Speicher sind keine Gefahr für Festplatten-Hersteller

„Das Aufkommen von Flash-Speichern in Smartphones und nun zunehmend in Form von Solid-State-Discs (SSDs) auch in Privatrechnern, hat die Branche zeitweilig unter Druck gesetzt. Das hat sich auch in den Aktienkursen niedergeschlagen“, räumt der Fondsmanager ein. Private Computer machten nur etwa 25 bis 30 Prozent des gesamten Marktes aus, doch die Verschiebung in diesem Segment habe ausgereicht, um das fein austarierte Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage seit Anfang 2014 durcheinander zu bringen. „Der Rücksetzer scheint nun allerdings überwunden und der langfristige Wachstumstrend setzt sich wieder durch“, analysiert Hawtin. Auch das weltweite Volumen an Flash-Speichern wachse zwar kräftig, liege aber weiterhin deutlich hinter dem Festplatten-Segment zurück. Die neue Technologie habe noch einen langen Entwicklungsweg vor sich, wenn sie auch im Bereich von Servern und Rechenzentren wirtschaftlich werden solle.

Die Branche bereitet sich auf die Zukunft vor

Die Festplattenbranche ist sich der neuen Konkurrenz bewusst. Von den beiden großen US-amerikanischen Herstellern bereite sich Western Digital besonders intensiv auf die Zukunft vor. „Western Digital bietet mittlerweile nicht nur eine eigene Linie von Flash-Produkten an, es hat jüngst mit SanDisk auch einen der Pioniere in diesem Segment gekauft“, erläutert er. Der Zukauf habe, ebenso wie die Integration des japanischen Festplattenherstellers Hitachi Drives, enorme Einsparpotenziale eröffnet, die von den Analysten noch nicht in vollem Umfang berücksichtigt wurden. Auch unter Bewertungsgesichtspunkten hält der Fondsmanager das Unternehmen für attraktiv: Legt man das kombinierte Umsatzpotenzial von WDC und SanDisk zugrunde, rechnet Hawtins Team mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,8. (tr)

Foto: Shutterstock

 

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