Aktives versus passives Fondsmanagement: Vier Tipps vom Experten

3. Passt meine Strategie bei der Aktienanlage?
Mit dem Index MSCI World konnten Anleger in der Vergangenheit wenig falsch machen. Denn 60 Prozent der Indexwerte sind US-Aktien, deren Kursentwicklung seit der Finanzkrise fast alle anderen Märkte übertroffen hat. Auch hier sehen wir jedoch eine Trendwende, denn einige Bereiche des US-Marktes sind inzwischen recht hoch bewertet. Der bisherige Rückenwind könnte nun in einen Gegenwind umschlagen. Für die Entscheidung, wie man diese Bereiche erkennt, einschätzt und umgeht, braucht man das Know-How von Spezialisten. Eine gute Auswahl ist mit einer passiven Strategie nur schwer darzustellen.

4. Habe ich die Bedeutung von Währungen im Portfolio berücksichtigt?
Bis zum Jahr 2014 konnten wir bei Währungen eine Phase relativer Stabilität beobachten, in der die Zentralbanken der Welt eine gemeinsame, auf Inflation zielende Geldpolitik verfolgten. Seither gab es aber bei den wichtigsten Währungen größere Verschiebungen, nicht zuletzt aufgrund der auseinanderdriftenden Geldpolitik der Zentralbanken. Solche Währungsbewegungen wirken sich auf die Renditen für ausländische Investoren aus. Außerdem beeinflussen sie die geldpolitischen Maßnahmen und die Unternehmenserträge multinationaler Konzerne. Es wird daher eher noch wichtiger, das Zusammenspiel der Kräfte zu verstehen und für die Anlage zu analysieren. Optimales Währungsmanagement könnte also verstärkt nach einem aktiven Anlageansatz verlangen.

Foto: Shutterstock / M&G Investments

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