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13. November 2017, 12:40
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EU: Die positiven Auswirkungen von Abspaltungen

Die Bevölkerung kleinerer EU-Länder muss nicht ärmer sein, als die größerer Länder. Das hat eine Studie des Ifo Instituts ergeben. Verbleibt Katalonien in der EU, bestehe also nicht die Gefahr, dass das Land verarmt. Abspaltungen können aus mehreren Gründen auch positive Folgen haben.

Katalonien-unabhaengigkeit-demonstration-shutterstock 714015112 in EU: Die positiven Auswirkungen von Abspaltungen

Demonstranten fordern in Barcelona am 11. September 2017, dem Nationalfeiertag Kataloniens, die Unabhängigkeit des Landes von Spanien.

Der Wohlstand eines Landes in der EU ist unabhängig von dessen Größe. Das haben Berechnungen des Ifo Instituts ergeben. “Wenn wir Pro-Kopf-Einkommen und Größe ins Verhältnis setzen, fällt auf, dass es keinen Zusammenhang gibt”, sagt Gabriel Felbermayr, einer der Autoren der Studie.

Katalonien könnte weiterhin vom EU-Binnenmarkt profitieren

“Einige der kleineren EU-Staaten haben sogar die höchsten Pro-Kopf-Einkommen, wie Luxemburg, Österreich, Irland und die Niederlande. Eine Abspaltung Kataloniens kann also nicht abgelehnt werden mit einer möglichen Verarmung, wenn das Land in der EU bleiben könnte. Die EU hebt durch ihren Binnenmarkt die Vorteile von Marktgröße auf die supranationale Ebene.”

Dauerhafte Transfers können schädliche Strukturen zementieren

Zudem gebe es Präzedenzfälle: “Die EU hat auch schon Abspaltungen aufgenommen wie beispielsweise Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Slowenien und Kroatien. Auch fehlt jeder Nachweis dafür, dass dauerhafte innerstaatliche Transfers die Lebensverhältnisse verändert hätten, siehe Italien, wo der Süden seit 150 Jahren Geld aus dem Norden bekommt”, sagt Felbermayr.

Ein Ende der Transfers kann laut Felbermayr sogar helfen: “Der Fall der Slowakei, die jahrzehntelang Geld aus Tschechien bekam, ist verblüffend: Erst nach ihrer Abspaltung, die mit dem Ende der Transfers verbunden war, konnte sie aufholen. Ihr Pro-Kopf-Einkommen stieg seitdem von 60 Prozent auf 90 Prozent Tschechiens. Transfers scheinen ungünstige Strukturen zu zementieren.” (kl)

Foto: Shutterstock

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