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12. September 2017, 10:11
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Eurozone: “Sorgenkinder schlagen sich erstaunlich gut”

Die Wirtschaft in der Eurozone konnte auch im 2. Quartal 2017 überzeugen, meint Carsten Mumm, von der Hamburger Privatbank Donner & Reuschel.

Carsten-Mumm-1-Kopie in Eurozone: Sorgenkinder schlagen sich erstaunlich gut

Carsten Mumm, Donner & Reuschel

Das Wachstum liegt bei 2,3 Prozent, leicht über dem erwarteten Wert von 2,2 Prozent. Laut dem statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) stieg das saisonbereinigte BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent. Zu Jahresbeginn lag das Plus noch bei 0,5 Prozent. Besonders stark war der Zuwachs in Tschechien (2,3 Prozent), den Niederlanden (1,5 Prozent) und Spanien (0,9 Prozent). Frankreich (0,5 Prozent) und Italien (0,4 Prozent) lagen hinter Deutschland mit 0,6 Prozent. Dabei hatte Irland mit minus 2,6 Prozent, als mögliche Konsequenz der Brexit-Verhandlungen, den stärksten Einbruch zu verzeichnen.

Keine Riesensprünge, aber zumindest Wachstum

Das von Mario Draghi erwähnte robuste Wachstum in der Breite stimmt und auch die “Sorgenkinder” Niederlande und Italien schlagen sich erstaunlich gut. Ferner können die “kleinen” Sorgenkinder – wie Portugal und Griechenland – mit einem Wachstum von 0,2  und 0,4 Prozent überzeugen. Zwar sind dies keine Riesensprünge aber zumindest Wachstum, das in Griechenland schon länger auf sich warten ließ. Sollte sich die Eurozone auch künftig so robust zeigen, wird die EZB in 2018 keine Argumente für ein Beibehalten der Anleihekaufprogramme haben. Der Arbeitsmarkt würde sich weiterhin verbessern und Lohndruck sollte mittelfristig zu der gewünschten Inflation führen.

Gute Entwicklung in der Industrieproduktion

Die gute Entwicklung in der Eurozone dürfte auch die Industrieproduktion widerspiegeln. Bis auf einen Rückgang in 2016 hat sich der Bereich seit 2014 überwiegend positiv entwickelt. In diesem Jahr haben sich, im Vergleich zum Vorjahr, alle Werte verbessert. Mit einem Anstieg von 3,4 Prozent sind die Erwartungen recht hoch. Im Vormonat lag dieser bei 2,6 Prozent. Nichtsdestotrotz sollte es zu aufgrund der robusten Lage in der Eurozone, zu keiner starken Abweichung kommen.

Carsten Mumm ist Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Donner & Reuschel.

Foto: Donner & Reuschel

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