1. November 2017, 07:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gold als eine Art Unfallversicherung

Investitionen in Edelmetalle, vor allem in Gold, haben viel mit Gefühlen zu tun. Wer mit solchen Investments richtig aufgestellt sein will, sollte in der Lage sein, seine Emotionen aus der Anlageentscheidung herauszuhalten. Das gelingt Privatanlegern oftmals deutlich besser als den großen institutionellen Investoren, meint Nico Baumbach, Fondsmanager bei Hansainvest.

Goldbarren-750 in Gold als eine Art Unfallversicherung

Gold sollte eine strategische Position im Portfolio sein.

“Derzeit ist das Sentiment für Gold am Boden, die Stimmung ist schlecht”, sagt der Manager der Edelmetallfonds Hansagold und Hansawerte. “Entsprechend liegen die Investitionsquoten der großen Spieler der Finanzindustrie sehr niedrig. Das ist vorwiegend abzulesen an den Positionierungen an den Futuresbörsen.” Dies sei allerdings ein strategischer Fehler. “Wer Gold nur hält, um eventuelle Kursgewinne zu erzielen, wird in der Regel enttäuscht werden”, sagt Baumbach. “Eben weil der Markt so stark von Stimmungen getrieben wird, lässt er sich kaum timen.”

Strategische Position in Gold

Besser sei es, eine strategische Position in Gold aufzubauen, die als Anteil am Portfolio zur Stabilisierung dient. “Eine solche Position kann je nach Portfolio zwischen fünf und zehn Prozent betragen, auch mal bis zu 15 Prozent”, sagt Baumbach. Laufe Gold dann gut, sollte ein Teil verkauft werden, um wieder auf die gewünschte Quote zu kommen. “In Schwächephasen beim Gold kann dann auch aufgestockt werden, bis die Quote wieder erreicht ist.” Dieses Rebalancing sorge für eine stabile Basis für ein Portfolio.

Goldanteil stabilisiert Portfolio

“Es sind allerdings vor allem Privatanleger, auch große Family Offices, die so vorgehen”, stellt Baumbach fest. “Diese entscheiden sich für eine strategische Goldquote und halten dies durch.” Denn sie sehen Gold als eine Art Unfallversicherung: Bei unvorhergesehenen und unvorhersehbaren Ereignissen stabilisiert der Goldanteil das Portfolio und dient als Ultima Ratio sogar als Zahlungsmittel. Zumindest wenn die Goldanlage auch die Möglichkeit einer physischen Auslieferung beinhaltet.

“Professionelle Investoren halten kaum Gold derzeit”

Ganz anders die institutionellen Anleger. “Ich gehe davon aus, dass die professionellen Investoren derzeit kaum Gold im Bestand haben.” Das liege vor allem an deren Erwartung, dass sich mit Aktien und selbst Anleihen noch bessere Erträge erzielen lassen, sowie der schlechten Stimmung gegenüber dem Edelmetall.

“Stimmungen aber drehen sehr schnell, wie wir alle wissen. Kommt eine Krise, wollen alle wieder schnell Goldbestände aufbauen”, sagt Baumbach. Wohl dem, der dann bereits investiert sei. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...