Anzeige
26. Oktober 2017, 08:40
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Reduzierung der Fed-Anleihekäufe als Treiber für den Goldpreis

Die Märkte schätzen die Risiken durch das Quantitative Tightening (QT) der Federal Reserve (Fed) bislang als zu gering ein. Dieser Meinung ist Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds des US-amerikanischen Asset-Managers VanEck.

Gold-goldpreis in Reduzierung der Fed-Anleihekäufe als Treiber für den Goldpreis

Gold könnte aus verschiedenen Gründen mittelfristig noch teurer werden.

Seit Anfang Oktober reduziert die Fed ihre durch Anleihekäufe aufgeblähte Bilanz, indem fällige Anleihen nicht mehr ersetzt werden. “Wir befinden uns in einem weit fortgeschrittenen Wirtschaftszyklus, in dem massive Verschiebungen der Zentralpolitik hohe Risiken mit sich bringen und die Anleger auf kurz oder lang in sichere Häfen treiben werden”, sagt Foster.

Blasenbildung? Höchststände am US-Aktienmarkt trotz Liquiditätsabflüsse

Dem Experten zufolge agieren die Aktienmärkte auf die Pläne der Fed aktuell zu selbstgefällig. “Das liegt vermutlich daran, dass die Bilanz zunächst nur um zehn Milliarden US-Dollar pro Monat reduziert wird. Bereits ab 2018 sollen die Abflüsse aber um ein Fünffaches steigen, so dass den Märkten über das Jahr gerechnet 600 Milliarden US-Dollar an Liquidität entzogen werden”, berichtet Foster. Trotzdem tendiere der S&P 500 derzeit eher zu Höchstständen und das Volumen der kreditfinanzierten Aktienkäufe an der New York Stock Exchange (NYSE Margin Debt) befände sich auf Rekordwert. Foster ist überzeugt: “Spätestens, wenn die Fed ab dem kommenden Jahr den Geldhahn stärker zudrehen wird, der für die ohnehin schwache Expansion nach der Finanzkrise verantwortlich war, dürfte die Selbstgefälligkeit am Markt in Angst umschlagen.” Profiteur dieser Angst wäre der Goldkurs und Goldaktien.

Technische Faktoren sprechen für Trendwende des Goldkurses

Neben diesem fundamentalen Ausblick sieht der Goldexperte auch technische Faktoren, die seinen positiven Ausblick für den Goldkurs stützen. Eine historische Betrachtung zeige, dass ein Doppeltop beim US-Dollar Index (DXY) mit einem Doppelboden beim Goldkurs einhergehe. Dies sei beispielsweise jeweils mit einem Doppeltop in den Jahren 1985 und 2001 der Fall gewesen, worauf sich jeweils ein Gold-Bullenmarkt gebildet habe. Eine negative Trendwende beim US-Dollar sei damit ein Indikator für einen langfristig steigenden Goldkurs. Und derzeit habe es den Anschein, als sehe der Bullenmarkt für den US-Dollar, der seit 2011 besteht, seinem Ende entgegen.

“Die Fundamentaldaten unterstützen diesen technischen Ausblick”, so Foster. “Während die wirtschaftliche Expansion reift, wird das Quantitative Tightening und steigende geopolitische Risiken Anleger zu Gold und Goldaktien bewegen.” (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...