Weitere Warnung vor Bitcoin

Während der Gouverneur der französischen Notenbank vor dem Erwerb von Bitcoin warnt, teilt der weltweit größte Börsenbetreiber, die CME Group, mit, dass es ab dem 18. Dezember Futures auf die Kryptowährung geben wird.

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Die Kryptowährung Bitcoin ist nicht nur aufgrund der volatilen Kursentwicklung umstritten.

Der Chef der französischen Notenbank, Francois Villeroy de Galhau, streitet der Digitalwährung Bitcoin den Status einer echten Währung ab und warnt vor dem Erwerb der virtuellen Münzen. „Wir müssen uns im Klaren sein: Bitcoin ist in keiner Weise eine Währung oder auch nur eine Kryptowährung“, sagte de Galhau am Freitag bei einer Konferenz in Chinas Hauptstadt Peking.

„Es handelt sich um eine spekulative Geldanlage. Der Wert und dessen extreme Schwankungen haben keine wirtschaftliche Grundlage und niemand trägt dafür die Verantwortung.“

Nützliche Technologie hinter Bitcoins

Wer in Bitcoins investiere, tue dies vollständig auf eigenes Risiko, mahnte de Galhau. Zugleich betonte er aber auch, dass die hinter Bitcoins und anderen Digitalwährungen stehende Technologie nützlich eingesetzt werden könne und dass auch die französische Notenbank bereits damit experimentiere.

Im Gastgeberland der Konferenz werden Bitcoins in erheblichem Ausmaß genutzt, auch weil einige Investoren die Digitalwährung nutzen, um bestehende Kapitalverkehrskontrollen zu umgehen. Chinas politische Führung steuert inzwischen mit Regulierungen gegen und hat dabei insbesondere „digitale Börsengänge“ im Visier. Mit den sogenannten ICOs (Initial Coin Offerings) sammeln Unternehmen Geld für künftige Projekte ein. Meist zahlen die Investoren dabei mit Digitalwährungen.

Futures auf Bitcoin ab Mitte Dezember handelbar

Man beobachte Pekings Vorgehen mit Interesse, sagte de Galhau. Vor wenigen Wochen hatte bereits der Chef der österreichischen Notenbank, Ewald Nowotny, gesagt, man diskutiere innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) über mögliche Beschränkungen.

Derweil teilt der weltweit größte Börsenbetreiber, die Mercantile Exchange Group (CME), mit, dass bereits am 18. Dezember erste Bitcoin-Futures erhältlich sind. Man habe den Selbstzertifizierungsprozess abgeschlossen. Im Vorfeld habe man eng mit der US-Regulierungsbehörde CFTC kooperiert.

Man werde den Handel mit dem neuen Produkt beobachten und dann weiterhin prüfen, ob Anpassungen nötig seien, hieß es von der CFTC. Der Kurs des Bitcoin stieg am Nachmittag auf ein Tageshoch. JPMorgan zeigte bereits Interesse am Handel mit Bitcon-Futures. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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