Chinas Finanzsektor öffnet sich weiter

Chinas Zentralbank hat angekündigt, die Börsen in Shanghai und London zu verbinden. Obwohl die Maßnahme nur symbolisch ist, zeigt sie die langfristigen Ziele Chinas. Zudem ist es nicht der einzige Schritt in Richtung Öffnung.

--FILE--Yi Gang, then Deputy Governor of the People's Bank of China (PBOC), China's central bank, attends a press conference during the fourth session of the 12th NPC (National People's Congress) in Beijing, China, 12 March 2016. China's central bank governor on Wednesday (11 April 2018) fleshed out measures and disclosed a timetable to further open up the financial sector, signaling fast progress in implementing the country's opening-up promises. China will encourage foreign investors to enter its trust, financial leasing, auto finance, money brokerage and consumer finance sectors, a move to take effect before the end of this year, said Yi Gang, governor of the People's Bank of China, at the Boao Forum for Asia annual conference in the southern Hainan province. No foreign ownership limits will be set for new financial asset investment and wealth management companies initiated by commercial banks, he said. China will also "substantially expand the business scope of foreign banks," and impose no restrictions on the business scope of joint-venture securities companies, Yi said. In addition, the country will remove the requirement that foreign insurance companies must have had representative offices for two years before they set up businesses in China, he said. All these measures will come into force before the end of this year, Yi told a panel discussion, noting that the country will also try to launch the Shanghai-London stock connect program within this year. Foto: Song Fan/Imaginechina/dpa |
Yi Gang, der Präsident der chinesischen Notenbank, spricht auf einer Konferenz in Bo’ao über seine Pläne, die chinesische Finanzbranche für ausländische Investoren weiter zu öffnen.

China öffnet seine Aktienmärkte weiter. Es sei beabsichtigt, in diesem Jahr eine Handelsverbindung zwischen der Börse in Shanghai und der Londoner Börsen einzuführen.

Das sagte der chinesische Zentralbankchef Yi Gang am Mittwoch auf dem asiatischen Wirtschaftsforum im südchinesischen Bo’ao. Damit könnten chinesische Anleger dann direkt in britische Aktien investieren.

Symbolischer Schritt

Der Schritt sei nur symbolischer Natur, da chinesische Investoren auch jetzt schon über ausländische Filialen heimischer Handelshäuser britische Aktien erwerben könnten, sagte Analyst Huang Dongsheng vom Vermögensverwalter Weifang Fund.

Zudem könnten auch britische Anleger bereits über eine Verbindung mit der Börse in Hongkong Aktien von Unternehmen Festland-Chinas erwerben. Allerdings unterstreiche der Schritt gleichwohl, dass China seinen Kapitalmarkt weiter öffnen und die Landeswährung Yuan als Weltwährung etablieren wolle.

Weitere Schritte

Doch ist die Verbindung der Börsen in Shanghai und London nicht die einzige Maßnahme, um die chinesische Wirtschaft zu öffnen. Gang sagte, dass ausländische Anleger ermutigt werden sollten, im chinesischen Finanzsektor zu investieren in Branchen wie Treuhand, Leasing, Fahrzeugfinanzierung, Maklerfirmen und Konsumfinanzierung.

Hinzu kommt, dass keine Grenzen für ausländisches Eigentum mehr gesetzt werden für neue Investitions- und Vermögensverwaltungsunternehmen, die von Geschäftsbanken initiert werden. Ebenso solle das Geschäftsfeld von ausländischen Banken ausgedehnt werden. (dpa-AFX/kl)

Foto: Song Fan/Imaginechina/dpa

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