Anzeige
8. Juni 2018, 11:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fed und EZB müssen auf Risiken reagieren

Nächste Woche entscheiden die US-Notenbank Federal Reserve und die Europäische Zentralbank über ihren jeweiligen geldpolitischen Kurs. Schon jetzt ist die US-Zinskurve so flach wie zuletzt 2006. Die Lage in Italien noch immer angespannt. Wie werden die Notenbanken darauf reagieren? Gastbeitrag von Mark Holman, Twentyfour Asset Management

Mark-Holman-Kopie in Fed und EZB müssen auf Risiken reagieren

Mark Holman: “Die Drosselung der Staatsanleihenkäufe wird zweifellos Auswirkungen auf die Staatsanleihen der Eurozone haben, und zwar keine positiven.”

Nach der bisher wohl hektischsten Woche des Jahres ist zumindest vorübergehend eine gewisse Ruhe an die Märkte zurückgekehrt. Von den politischen Turbulenzen in Italien und in geringerem Maße auch in Spanien verlagert sich der Fokus nun zunehmend wieder auf die Politik der Zentralbanken. Nächste Woche stehen gleich zwei wichtige Zentralbanksitzungen im Kalender.

Den Anfang macht am Mittwoch der Zinsentscheid des Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank Federal Reserve, gefolgt von der Pressekonferenz mit Jerome Powell. Aktuell wird laut Bloomberg eine Zinserhöhung um ein Viertelprozent mit einer Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent eingepreist.

Bevorstehender Zinsschritt eingepreist

Dieser Einschätzung schließen wir uns angesichts der anhaltend starken Konjunktur an. Tatsächlich sollte der eindeutig starke US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag die Zweifel der bis dato noch unschlüssigen FOMC-Mitglieder ausgeräumt haben.

Die bevorstehende Zinsstraffung ist also eingepreist und unsere Aufmerksamkeit richtet sich daher vor allem auf den Verlauf der Renditekurve und darauf, wie stark sie die Entscheidung der FOMC-Mitglieder beeinflusst.

In dieser Woche durchbrach der Spread zwischen zwei- und zehnjährigen Papieren die Marke von 42 Basispunkten. Damit ist die Kurve so flach wie seit 2007 nicht mehr. Interessanterweise war das letzte Mal, dass die Fed bei einer derart flachen Kurve die Zinsschraube anzog, im Juni 2006. Und dies war zugleich die letzte Zinsstraffung in einer sich über zwei Jahre erstreckenden Serie von 17 Zinsschritten nach oben.

US-Zinskurve so flach wie 2006

Zieht die Fed nächste Woche die Zinszügel an, wird dies erst das siebte Mal in der aktuellen Serie sein. Aber schon jetzt ist die Kurve so flach wie 2006. Deshalb werden wir bei der Pressekonferenz sehr aufmerksam zuhören, da wir ernsthaft bezweifeln, dass die FOMC bereit ist, alle derzeit von seinen Mitgliedern in Aussicht gestellten Zinserhöhungen durchzuführen – vor allem wenn die momentane Abflachungsdynamik anhält.

Seite zwei: Geldpolitik in Europa

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

GDV veröffentlicht neue Typklassen für elf Millionen Autofahrer

Wie hoch der Beitrag einer Kfz-Versicherung ist, hängt auch davon ab, welches Modell gefahren wird. Um Kfz-Versicherern die Beitragskalkulation zu erleichtern, wertet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)  jährlich die Schadenbilanzen aller in Deutschland zugelassenen Automodelle aus. Nun hat er die neue Typklassenstatistik veröffentlicht. (Mit Link zu den neuen Typklassen)

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Wie hoch ist das durchschnittliche Baudarlehen?

Deutsche Kreditnehmer nehmen immer mehr Geld auf um sich den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über weitere aktuelle Entwicklungen bei Baufinanzierungen.

mehr ...

Investmentfonds

Warum der US-Handelskrieg eine Chance für die EU ist

Amerikas saure, nicht süße Handelspolitik zwingt China, Alternativen zu suchen. So belebt Peking die eurasische Seidenstraße wieder und holt Russland mit ins Boot. Beide Länder verbindet sicher keine Liebesbeziehung, aber für eine Vernunftehe gegen den gemeinsamen Feind USA reicht es allemal. Könnte man auch noch Europa anbinden, würde sich der bislang zeitintensive Seeweg chinesischer Exporte in die westliche Welt erheblich verkürzen. Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

“Ein Provisionsdeckel wäre verfassungswidrig”

Das 14. “Bonner Spitzentreffen”, das rund 40.000 Versicherungsvertreter in Deutschland repräsentiert, hat sich einstimmig gegen eine Deckelung von Provisionen im Zuge der Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ausgesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin: Untersagungs-Flut geht weiter

Der Strom an neuen Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte reißt nicht ab. Allein gestern und heute traf es drei weitere Unternehmen. Zudem warnt die Behörde vor einem dreisten Etikettenschwindel.

mehr ...

Recht

Welche finanziellen Vorteile die Eheschließung bringt

Heiraten – ja oder nein? Keine einfache Entscheidung, doch auch neben der Liebe gibt es gute Gründe dafür. Die Experten der DVAG erklären, wie sich Eheleute bei Steuern und Versicherungen besserstellen können und geben Tipps, was sie beachten sollten.

mehr ...