Anzeige
13. März 2018, 15:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Anleger trotz Inflation entspannt

Eine steigende Inflationsrate und niedrige Zinsen sind für Sparer keine gute Kombination, nicht investiertes Geld wird so entwertet. Doch die deutschen Anleger sind entspannt. Nur ein kleiner Teil der Anleger plant, auf die gestiegene Teuerung zu reagieren und sein Portfolio anzupassen.

Sparschwein-sparen-inflation-druck-anleger-shutterstock 391241791 in Deutsche Anleger trotz Inflation entspannt

Inflation und niedrige Zinsen auf Bankeinlagen schmälern den Wert von Barmitteln.

Deutsche Anleger blicken entspannt in die Zukunft – sowohl was die eigene finanzielle Situation als auch die allgemeine Wirtschaftslage anbelangt. Auf kurze und mittlere Sicht beurteilen die Befragten die konjunkturelle Lage weiter positiv. Die Mehrheit rechnet daher auch mit leicht steigenden Preisen im nächsten halben Jahr.

Jeder Dritte schätzt die gegenwärtige Teuerung höher ein als sie tatsächlich ist. Und dennoch würden nur wenige die Inflation zum Anlass nehmen, ihre Geldanlagen anzupassen oder sich dazu beraten zu lassen. Das sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Ein Fünftel rechnet mit Verbesserung

Seit Anfang 2001 ermittelt das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise das Anlegerverhalten. Befragt werden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen. Für das erste Quartal erhob Forsa die Daten vom 31. Januar bis 8. Februar 2018.

Deutsche Anleger sind dem Anlagebarometer zufolge zuversichtlich. Drei von vier Befragten (75 Prozent) würden davon ausgehen, dass ihre finanzielle Situation in den kommenden sechs Monaten unverändert bleibt. Im Vorquartal habe dieser Wert bei 70 Prozent gelegen.

Knapp jeder Fünfte (18 Prozent) rechne mit einer Verbesserung, im vierten Quartal 2017 seien es noch 19 Prozent gewesen. Doch würden mit sieben Prozent auch weniger Deutsche erwarten, dass sich ihre finanzielle Lage verschlechtere. Im Vorquartal seien es elf Prozent gewesen.

Besonders optimistisch seien die Befragten hinsichtlich der deutschen Konjunktur. Zum ersten Mal seit dem dritten Quartal 2011 schätzen die Befragten laut dem Anlegerbarometer die gesamtwirtschaftliche Lage besser ein als ihre eigene finanzielle Situation. 29 Prozent gehen von einem weiteren konjunkturellen Aufschwung in den kommenden sechs Monaten aus. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im letzten Quartal.

Seite zwei: Keine Anpassung des Portfolios an steigende Inflation

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

DISQ-Studie: Die besten Kfz-Versicherer – wer überzeugt

Für Autofahrer ist der 30. November ein wichtiges Datum. Viele Kfz-Versicherungen können  zu diesem Stichtag gekündigt werden. Wer einen Anbieterwechsel ins Auge fasst, sollte Preise, Leistungen und auch Service beachten. Welche Versicherer hier  Spitze sind, zeigt die Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) unter 29 Kfz-Versicherern.

mehr ...

Immobilien

Umzugsbereitschaft sinkt mit dem Alter

Die Bereitschaft, im Alter noch einmal in eine andere Wohnung umzuziehen, ist äußerst gering, so eine DIA-Studie. Lediglich eine schwere Erkrankung und eine damit einhergehende Einschränkung der Selbstständigkeit sei der einzige Grund, der eine Mehrheit dazu bewegen könnte, die bisherige Wohnung aufzugeben und eine passendere Unterkunft zu suchen.

mehr ...

Investmentfonds

Krisen sind gute Nachrichten für Goldanleger

Die Krise in der Türkei erinnert daran, wie fragil die Finanzmärkte sind. Das gilt nicht nur für hochverschuldete Schwellenländer wie die Türkei. Wenn die Notenbanken ihre expansive Geldpolitik wieder straffen, werden die Schwächen offensichtlicher. Warum der Goldpreis bald wieder steigt:

mehr ...

Berater

Deutsche Bank soll mehr gegen Geldwäsche unternehmen

Die Finanzaufsicht Bafin fordert von der Deutschen Bank mehr Anstrengungen im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Deutschlands größtes Geldhaus sei angewiesen worden, “angemessene interne Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen und allgemeine Sorgfaltspflichten einzuhalten”, teilte die Bafin mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

Am BaFin-Pranger: Totalausfall bei Döner-Darlehen

Die Noon Finance GmbH (vormals VertsKebap Finance GmbH) hat Insolvenz angemeldet. Sie hatte noch bis vor Kurzem deutsches Anlegergeld gesucht, um damit mittelbar Döner-Restaurants in den USA zu finanzieren. Das ging offenbar gründlich schief.

mehr ...

Recht

E-Auto: Wer zahlt bei Akkuschäden?

Die Zahl der Elektro- und Hybridfahrzeuge in Deutschland wächst langsam aber stetig. Eine der teuersten Komponenten im E-Auto ist der Akku, der schnell zwischen 8.000 und 10.000 Euro kosten kann, teilweise auch mehr. Doch wer zahlt, wenn der Akku kaputt geht?

mehr ...