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28. Februar 2018, 08:27
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Italien ist noch unentschieden

“Kehrt das politische Risiko an die Aktienmärkte mit der Wahl in Italien Anfang März zurück?” Einige Beobachter würden diese Frage mit “ja” beantworten, andere sind verhaltener. Welche Wirkung die Wahl auf die Aktienmärkte hat, hängt auch vom Ergebnis ab und dafür gibt es folgende Szenarien: Gastbeitrag von Luca Beldi, Twentyfour Asset Management

Luca-Beldi-Kopie in Italien ist noch unentschieden

Luca Beldi: “Es ist wahrscheinlich, dass keine der Koalitionen, die derzeit um die Macht ringen, genügend Sitze für eine stabile Regierung gewinnen wird.”

Am vergangenen Freitag wurde die letzte Umfrage vor den italienischen Parlamentswahlen veröffentlicht, die am 4. März stattfinden werden. Das Bild, das sie malt, ist eines von mehreren offenen Szenarien, bei denen 30 bis 40 Prozent der Wähler noch unentschieden sind.

Pattsituation wahrscheinlich

Die derzeit an der Macht befindliche Mitte-Links-Koalition unter der Führung des ehemaligen Premierministers Matteo Renzi scheint dazu verdammt zu sein, in die Fußstapfen der sozialistischen Parteien Frankreichs und Deutschlands zu treten. Ihr Stimmanteil wird dabei auf nur 29 Prozent geschätzt und ist damit weit von den 40 Prozent entfernt, die für die Bildung einer Regierung erforderlich sind.

Italien in Italien ist noch unentschieden

Quelle: Vontobel; eigene Darstellung

(Von 617 Sitzen im Unterhaus pro Koalition ohne Sitze, die Minderheiten und Expats vorbehalten sind.)

Es ist wahrscheinlich, dass keine der Koalitionen, die derzeit um die Macht ringen, genügend Sitze für eine stabile Regierung gewinnen wird, so dass eine Pattsituation im Parlament höchstwahrscheinlich ist.

Seite zwei: Sieg der Mitte-Rechts-Parteien oder Rückkehr Berlusconis

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1 Kommentar

  1. In Italien ist wie auch bald in Deutschland eine solide Politik nicht langfristig vorstellbar. Das liegt einerseits an der Korruption andererseit an der Befriedigung der die Parteien stützenden Lobbys. Deswegen ist hier wie dort keine Politik für die Mehrheit der Bevölkerung zu erwarten. Deswegen werden Splitterparteien mit teilweise radikalen Aussagen zwangsläufig stärker. Eine blinde “Wir lassen alles so, wie es ist” Politik, befördert diese Entwicklung. Die bestimmenden 30% der Bevölkerung mit der Hoheit über die Medien, wird jede Änderung und damit Chance auf Verbesserungen für die Zukunft, Wortreich zu verhindern wissen. Fatalistisch ausgedrückt, Sie graben schon die Gräber für Ihre Kinder. Pfründesicherung vor bessere Zukunft, allerdings betrifft dies auch bald in vielen Bereichen die eigenen Kinder und Enkel. Fluchtinseln sind ja auch schon von Plastik umhüllt- nicht immer in rosa. Man hört ja jetzt schon im Bundestag “Wir werden Sie jagen”. Prallt aber ungerührt an der sehr dicken Haut der führenden Politiker ab.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 28. Februar 2018 @ 08:49

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