13. August 2018, 11:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Krise in der Türkei belastet asiatische Finanzmärkte

Der Kurs der türkischen Lira ist weiter gefallen. Am Montagmorgen versprach der türkische Finanzminister Berat Albayrak via Twitter Hilfe und auch die Notenbank in Ankara kündigt an, Banken zu unterstützen. Die Krise ist allerdings schon an den asiatischen Börsen zu spüren.

Albayrak-tuerkei-finanzminister-1-107632215 in Krise in der Türkei belastet asiatische Finanzmärkte

Der Finanzminister der Türkei Berat Albayrak auf einer Pressekonferenz zur starken Abwertung der türkischen Lira am 10. August.

Nach einem weiteren Absacken der türkischen Landeswährung Lira an den Devisenmärkten hat der türkische Finanzminister Berat Albayrak schnelle Maßnahmen versprochen.

In einer Serie von Tweets versprach er einen Aktionsplan, der von Montagmorgen an gelten sollte. Außerdem versprach Albayrak der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge, dass Einlagen nicht beschlagnahmt und Devisen auf Bankkonten nicht in Lira umgewandelt würden.

Notenbank will Liquidität erhöhen

Nach langem Schweigen meldeten sich auch die Währungshüter des Landes zu Wort. Wie die Notenbank in Ankara mitteilte, wurden die Reserve-Anforderungen an bestimmte Währungsgeschäfte verringert. Zudem wurden den heimischen Banken zusätzliche Refinanzierungsgeschäfte angeboten.

Die Geldhäuser können sich zudem zusätzliche Mittel in Fremdwährung leihen. Die Schritte dürften darauf abzielen, die Marktliquidität zu erhöhen. Die Notenbank teilte mit, die Märkte genau zu beobachten. Es würden alle Schritte ergriffen, um die Finanzstabilität zu sichern.

Krise in Asien angekommen

Die Sorgen über die Krise in der Türkei sind auch an den asiatischen Börsen angekommen. An den Handelsplätzen der Region kam es zu teils massiven Kursverlusten. Investoren flüchteten sich in als sicher geltende Anlageformen wie Staatsanleihen und den japanischen Yen.

In Tokio ging es für den Nikkei 225 den vierten Tag in Folge abwärts. Der japanische Leitindex ging mit einem Abschlag von 1,98 Prozent auf 21.857,43 Punkte aus dem Handel.

Auch die vor dem Wochenende leicht gestärkten Festlandbörsen in China gaben einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Der Handelsstreit mit den USA und die zunehmenden Sorgen um die Wirtschaft des Landes hatten die chinesischen Aktienmärkte ohnehin dieses Jahr bereits taumeln lassen.

Nun kommt für Chinas Börsen das Problem hinzu, dass Anleger im Zuge der Türkei-Krise zunehmend Schwellenländer meiden. Der CSI-300-Index verlor zum Wochenstart 0,43 Prozent auf 3.390,34 Punkte. Noch deutlicher ging es für den noch länger gehandelten Hang Seng abwärts, der Index büßte in Hongkong zuletzt 1,46 Prozent auf 27.954,35 Punkte ein. (dpa-AFX)

Foto:Mustafa Alkac/Depo Photos

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Kfz-Versicherung: Preiswettbewerb zeigt sich auch bei Kosten für Werbung bei Google

Der Preiskampf der Kfz-Versicherer zur Wechselsaison macht sich bereits bemerkbar: Verbraucher zahlen aktuell im Schnitt 301 Euro für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Das sind 13 Prozent weniger als im August (346 Euro). Wo sich der Preiswettbewerb noch zeigt.

mehr ...

Immobilien

KanAm-Fonds kauft erstmals in Dublin

Der offene Immobilienfonds Leading Cities Invest der KanAm Grund Group ist jetzt auch in der irischen Hauptstadt Dublin präsent. Er erwarb das voll vermietete Wythe Building in der Cuffe Street. Der Fonds wurde wieder geöffnet. 

mehr ...

Investmentfonds

Apo Bank bringt Healthcare-Fonds mit Fokus Schwellenländern

Die apoAsset, die Fondstochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der Deutschen Ärzteversicherung, hat einen neuen Aktienfonds für institutionelle Anleger aufgelegt.

mehr ...

Berater

Perspectivum setzt auf DIN-Norm

Die Perspectivum GmbH aus Grevenbroich bietet ab sofort Qualifizierungsmaßnahmen für die korrekte Umsetzung der DIN-Norm 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” an. Die Maßnahmen werden durch eine Prüfung und Zertifizierung durch das Defino Institut für Finanznorm abgeschlossen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PIM-Insolvenzverwalter auf Goldsuche

Der vorläufige Insolvenzverwalter der PIM Gold GmbH, Rechtsanwalt Dr. Renald Metoja, hat mit der Auswertung der Buchhaltung des Unternehmens begonnen. Daneben geht er einer eigenen Mitteilung zufolge Hinweisen auf den Verbleib weiterer Vermögenswerte nach.

mehr ...

Recht

Wohnrecht in Härtefällen: Können Mieter pauschal unkündbar werden?

Deutschland ist ein Land der Mieter, nur knapp 48 Prozent der Haushalte verfügen über Hausbeziehungsweise Grundbesitz. Durch den demografischen Wandel gibt es deshalb inzwischen viele Mietwohnungen, die von Menschen jenseits der 70 bewohnt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat
in seinen Urteilen vom 22. Mai 2019 nun entschieden, ob ein Mieter ab einem gewissen Alter unkündbar wird und wie Härtefelle bei Kündigungen generell zu behandeln sind (Az: VIII ZR 180/18, VIII ZR 167/17).

mehr ...