23. Juli 2018, 12:13
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Mögliche Wendung im Handelsstreit

Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin hat auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires ein Freihandelsabkommen zwischen den G7-Staaten vorgeschlagen. Das Angebot kam überraschend und ist die Chance, den Handelskrieg zu beenden. Das Ifo-Institut rät, auf den Vorschlag einzugehen.

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US-Finanzminister Steven Mnuchin hat ein neues Handelsabkommen zwischen den G7-Staaten vorgeschlagen.

Das Ifo-Institut rät der EU, auf die US-Vorschläge für ein neues Freihandelsabkommen zwischen den weltweit wichtigsten Industriestaaten einzugehen.

Die Initiative des amerikanischen Finanzministers Steven Mnuchin auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires sei eine Chance, den Handelsstreit zu beenden, erklärte Ifo-Handelsexperte Gabriel Felbermayr am Montag in München. Die EU-Spitzen sollten im Konflikt mit US-Präsident Donald Trump “die Beleidigungen der letzten Tage vergessen und die Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen anbieten.”

Mnuchin hatte auf dem Treffen am Wochenende überraschend ein Handelsabkommen zwischen den G7-Staaten in Spiel gebracht. Dazu zählen unter anderem die USA, Deutschland, Japan und Großbritannien.

EU soll sich Gesprächen nicht verweigern

Die EU könne nun nicht Trumps Abschottung geißeln und sich solchen Gesprächen verweigern, sagte Felbermayr. Stattdessen müsse Europa “die eigenen protektionistischen Neigungen” überwinden, vor allem in der mit üppigen EU-Subventionen unterstützten Landwirtschaft. Ein G7-Abkommen könnte die Wirtschaftsleistung in den USA und der EU langfristig um zwei Prozent steigern, so der Ökonom.

Am Mittwoch reisen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Handelskommissarin Cecilia Malmström zu Gesprächen in die USA. Sollte Trump seine Drohung von Zöllen auf Autos wahr machen, will Brüssel mit Gegenmaßnahmen auf US-Importe reagieren.

Die USA und die EU hatten jahrelang um das transatlantische Handelsabkommen TTIP gerungen. Die Gespräche erwiesen sich aber als zäh und wurden mit dem Amtsantritt von Trump auf Eis gelegt. Die Verhandlungen würden daher nicht bei null beginnen, sagte Felbermayr. Zudem würde ein Abkommen den Druck auf andere Länder für mehr Freihandel erhöhen und böte die Chance, Großbritannien nach dem Brexit zu integrieren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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