Anzeige
20. April 2018, 08:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stimmung in der Finanzbranche sinkt

Die Stimmung in der Finanzbranche ist schlechter als im Vorquartal. Doch bleibt sie auf einem hohen Niveau. Die längerfristigen Erwartungen in der Finanzindustrie sind positiv. Die Ergebnisse im Detail: 

Chart-kurve-index-mann-linie-shutterstock 148144208 in Stimmung in der Finanzbranche sinkt

Die Stimmung in der Finanzbranche ist sehr gut, im Vergleich zum Vorquartal allerdings gesunken.

Der CFS-Index, der vierteljährlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, fällt im ersten Quartal 2018 um 3,4 Punkte, befindet sich mit 116,7 Punkten aber immer noch auf einem guten Stand. Das meldet das Center for Financial Studies (CFS), die den Index erstellen. Die Anzahl der befragten Unternehmen gibt das Institut nicht an.

 

“Der Gesamtindex folgt eng der rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Bei den Mitarbeitern zeigt sich dagegen ein positiver Trend. Erstmals seit langem überwiegen bei den Banken die Optimisten, wie es bei den Dienstleistern schon lange Zeit zu beobachten war”, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

“Zusammengenommen spricht dies für positive längerfristige Erwartungen in der Finanzindustrie.”

Sinkendes Geschäftsvolumen

Nach einem außergewöhnlich starken vierten Quartal 2017 gaben die befragten Finanzinstitute und Dienstleister an, das enorme Wachstum ihrer Umsätze beziehungsweise. des Geschäftsvolumens nicht weiter halten zu können.

Der entsprechende Sub-Index sinke bei den Finanzinstituten um 4,1 Punkte auf 118,6 Punkte und bei den Dienstleistern sogar um 16,2 Punkte auf 121,3 Punkte. Die Finanzinstitute erwarten laut dem CFS auch für das laufende Quartal einen weiteren leichten Rückgang, die Dienstleister hingegen wieder einen leichten Anstieg.

Sinkende Erträge bei Dienstleistern

Auch das Ertragswachstum beider Gruppen entwickele sich rückläufig, bleibt jedoch auf einem hohen Stand. Der entsprechende Sub-Index sinke bei den Finanzinstituten um 2,8 Punkte auf 111,1 Punkte, für das laufende Quartal werde jedoch wieder mit einem Anstieg gerechnet.

Bei den Dienstleistern sei der Rückgang mit minus 11,4 Punkten auf 122,2 Punkte stärker. Zudem werde erwartet, dass der Index im laufenden Quartal weiter sinke.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen der Finanzinstitute steige leicht um einen Punkt auf 114,8 Punkte, und es werde mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Bei den Dienstleistern sinke der entsprechende Sub-Index leicht um 1,3 Punkte auf 112,6 Punkte. Hier werde allerdings mit einem leichten Anstieg im laufenden Quartal gerechnet.

Neueinstellungen

Nach dem anhaltenden Stellenabbau der letzten Quartale melden die Finanzinstitute erstmalig wieder einen Mitarbeiterzuwachs. Der entsprechende Sub-Index Mitarbeiter steigtlaut CFS um vier Punkte auf 102,6 Punkte. Es werde jedoch erwartet, dieses Niveau im laufenden Quartal nicht ganz halten zu können.

Auch die Entwicklung bei den Dienstleistern sei positiv, es würden verstärkt Mitarbeiter eingestellt. Der Sub-Index steige um 6,2 Punkte auf 123,0 Punkte. Für das laufende Quartal werde mit einem leicht abgeschwächten Mitarbeiterzuwachs gerechnet. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Studie: Digitale Medien stressen mehr als jeden dritten jungen Bundesbürger

Obwohl in die Welt des Internets hineingeboren, empfinden jüngere Bundesbürger digitalen Stress: 36 Prozent der 14- bis 34-Jährigen fühlen sich durch digitale Medien unter Druck gesetzt. Interessanterweise sind Männer mit 38 Prozent sogar etwas stärker betroffen als Frauen (34 Prozent). Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie „Zukunft Gesundheit 2018“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“.

 

mehr ...

Immobilien

Immobilienverband: Mieten in kleineren Städten ziehen kräftig an

Nach Einschätzung des Immobilienverbands IVD ziehen auch die Mieten in kleineren Städten deutlich an. Dort kostet Wohnen zwar noch deutlich weniger – jedoch steigen die Mieten auch dort aktuell rasant an.

mehr ...

Investmentfonds

Italien sieht kein Risiko durch höhere Schulden

Italiens Finanzminister Giovanni Tria verteidigt den italienischen Haushaltsplan für der EU-Kommission. Tria ist bewusst, dass die Pläne den Stabilitätskriterien widersprechen, ändern wolle er sie deshalb trotzdem nicht. Seine Entscheidung begründet er heute in Brüssel.

mehr ...

Berater

Bankenverband: Stresstest hat Stärken und Schwächen

Der Bankenverband BdB dämpft die Erwartungen an den diesjährigen Banken-Krisentest der europäischen Aufseher. So seien Stresstests keine Wunderwaffe, wie der BdB am Montag in Frankfurt erklärte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kein Prospekt: BaFin untersagt Holz-Investment

Die Finanzaufsicht BaFin hat das öffentliche Angebot der Vermögensanlage mit der Bezeichnung „Teakinvestment“ über den Kauf, die Pflege sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt.

mehr ...

Recht

Einmal Teilzeit und zurück? So funktioniert die Brückenteilzeit

Der Bundestag hat das neue Gesetz zum Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeit verabschiedet. Arbeitnehmer in Unternehmen ab 45 Angestellten können ab 2019 die so genannte Brückenteilzeit wählen. Arbeitsrechtsexperten der Arag haben das Gesetz unter die Lupe genommen.

mehr ...