19. April 2018, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Vor den großen Blasen platzen die kleinen”

Ist die Volatilität dauerhaft an die Märkte zurückgekehrt? Deutet das daraufhin, dass die Märkte nach dem langen Aufschwung nun unter Stress stehen? Jupiter hat sechs Indikatoren untersucht, um diese Fragen zu beantworten: Gastbeitrag von James Clunie, Jupiter Asset Management

 in Vor den großen Blasen platzen die kleinen

James Clunie: “Wir glauben, dass die Bedingungen sich erst verändern, wenn bei mehreren Indikatoren entsprechende Anzeichen erkennbar sind.”

Nach einer Pause im Jahr 2017 ist die Volatilität nun offenbar zurück. Sind die jüngst beobachteten Marktturbulenzen ein Katalysator für Veränderungen oder ein erneuter Fehlalarm?

Die zuletzt erhöhte Volatilität könnte auf den ersten Blick als Zeichen gewertet werden, dass sich an den internationalen Aktienmärkten ein grundlegender Wandel vollzieht. Unserer Einschätzung zufolge ist eine höhere Volatilität allein jedoch kein zuverlässiger Indikator für Veränderungen.

Wir glauben, dass die Bedingungen sich erst verändern, wenn bei mehreren Indikatoren entsprechende Anzeichen erkennbar sind. Tatsächlich lassen sich bei einer Auswertung von Indikatoren für potenziellen Marktstress einige ungewöhnliche Entwicklungen feststellen.

Platzende Blasen im Randbereich

Bitcoin war das Thema des laufenden Marktzyklus. Auf die Frage nach brandneuen und aufregenden Markttrends in den vergangenen zwei Jahren lautete die Antwort unweigerlich: Bitcoin. Die Kryptowährung war im vergangenen Jahr mit einem Wertanstieg von 1.800 Prozent im Höhenflug, bevor sie Ende Dezember gegen die Wand fuhr. Von ihrer Höchstmarke ist sie seitdem um über 50 Prozent gefallen.

Wenngleich Bitcoin nicht unmittelbar mit den Aktienmärkten korreliert, könnte der Absturz ein Anzeichen für einen umfassenderen Stimmungsumschwung sein. Der quantitative Fondsmanager John P. Hussman schreibt, dass “vor großen Blasen häufig erst kleinere platzen, die ‚Randspekulationen’ repräsentieren”.

Fred Hickey, der Herausgeber von The High-Tech Strategist, äußert sich ähnlich, er sagt, dass neue Trends am Ende eines Zyklus zuerst einbrechen. Mir liegen keine Beweise für die Stichhaltigkeit dieser Aussagen vor, doch der Absturz von Bitcoin, einen Monat vor dem Ausverkauf an den Aktienmärkten Ende Januar, kann ein Zeichen für einen umfassenderen Wandel der allgemeinen Risikowahrnehmung sein.

Seite zwei: Glamour-Aktien und Liquiditätsströme

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Zum Krypto- Teil “Vor die Wand gefahren ”
    Mein leiber Herr Clunie, sicher haben Sie Ahnung von Aktien und den Märkten die Sie auch bisher bedienen. Oder doch nicht?
    Wer sich hinreißen läßt den Bitcoin als “an die Wand gefahren” zu bewerten, der ist als Analyst vielleicht doch nicht so gut – weil vielleicht auch in seinem Bereich zu oberflächlich?

    Kommentar von Patriks Welt — 20. April 2018 @ 12:44

Ihre Meinung



 

Versicherungen

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...

Immobilien

9 Urteile zum Thema Haus, Garten und Co.

Über die langen Monate des Winters konnten es Garten- und Balkonfreunde kaum erwarten, dass sie wieder ihren Lieblingsort betreten können. Sie vermissten das Leben im Freien beziehungsweise – im Falle des Balkons oder der Loggia – fast im Freien. Nun ist das witterungsbedingt wieder möglich, aber damit häufen sich auch entsprechende Streitfälle.

mehr ...

Investmentfonds

Aktienrückkäufe im Höhenflug

Immer mehr Unternehmen kaufen eigene Aktien zurück. 2018 war für die so genannten Share Buybacks ein Rekordjahr, doch vieles spricht für neue Höchstmarken in diesem Jahr. Ein Gastbeitrag von Benjardin Gärtner, Union Investment

mehr ...

Berater

Rente mit 67: Für viele Deutsche steigt das Armutsrisiko

Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt. Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken. Warum die Politik jetzt handeln muss.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Eines der besten Quartale unserer Unternehmenshistorie”

Solvium Capital hat die Vermögensanlage Wechselkoffer Euro Select 5 vorzeitig geschlossen und auch das Angebot Wechselkoffer Euro Select 6 steht kurz vor Schließung. Das Nachfolgeangebot und ein weiteres Konzept sollen in den nächsten Wochen folgen.

mehr ...

Recht

Rente unter Palmen – das müssen Sie wissen

Immer mehr Ruheständler entscheiden sich dafür, ihren Lebensabend jenseits der deutschen Grenzen zu genießen. Was zu beachten ist, damit man im Ruhestandsparadies auch auf die Rente aus Deutschland zugreifen kann.

mehr ...