24. April 2018, 08:20
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Verbrauchervertrauen: Banken top, Digital Giants flop

Die deutschen Verbraucher haben laut einer Studie von A.T. Kearney im europäischen Vergleich große Bedenken bezüglich der Weitergabe ihrer Finanzdaten. Einen besonders schweren Stand haben die sogenannten Digital Giants.

Banken in Verbrauchervertrauen: Banken top, Digital Giants flop

Speziell Hausbanken haben nach wie vor einen Vertrauensbonus bei ihren Kunden.

Die jeweilige Hausbank genießt mit etwa 30 Prozent vergleichsweise hohes Vertrauen, ihr die eigenen Daten zur Verfügung zu stellen. An zweiter Stelle folgt – mit einigem Abstand, aber immer noch erstaunlich gut – PayPal mit rund 20 Prozent. Auf der anderen Seite des Spektrums liegen die Digital Giants: Apple, Google, Amazon und Facebook. Weniger als vier Prozent der Befragten sind bereit ihnen Zugriff auf ihre Daten zu gewähren. “Betrachtet man den Vorsprung vom ebenfalls digitalen Dienstleister Paypal, ist das allerdings nur eine Frage der Zeit”, erklärt Frank Bilstein, Partner bei A.T. Kearney und Leiter der Studie. Einen noch schwierigeren Stand haben neue Banken beziehungsweise FinTechs: Nur ein Prozent der Befragten würde ihnen die Daten zur Verfügung stellen.

Mehrheit der Verbraucher sieht in Weitergabe von Daten keinen Vorteil

Grundsätzlich sind die befragten Verbraucher nur in geringem Maße bereit, den Banken und anderen Finanzdienstleistern die Nutzung von Transaktionsdaten zu erlauben. Gerade einmal 36 Prozent der Befragten sehen die Vorteile einer Weitergabe von Daten. Besonders kritisch sind im europäischen Vergleich die deutschen Konsumenten. Hinsichtlich der aktuellen Richtlinien in Deutschland zum Schutz ihrer Privatsphäre fühlen sich rund 40 Prozent unsicher. Das erklärt, warum beispielsweise in Großbritannien und den Niederlanden doppelt so viele Befragte bereit sind ihre Daten mit ihrer Hausbank zu teilen wie in Deutschland.

Das vergleichsweise höhere Vertrauen in die Banken macht sich auch in Bezug auf die Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre bemerkbar. Gefragt nach den Institutionen, welchen sie am ehesten Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre zutrauen, gaben etwa ein Drittel der Befragten an, dass dies bei den Banken der Fall sei.

Hausbanken sind noch im Vorteil

“Noch verfügen die deutschen Banken über einen Vorteil, insbesondere, wenn sie die Hausbank sind. Diesen müssen sie rechtzeitig nutzen. Sie sollten sich überlegen, wie sie neue Dienstleistungen und Angebote schaffen können, die einen echten Mehrwert für ihre Kunden schaffen. Denn auch das zeigt unsere Studie: Mit den richtigen Anreizen sind die Befragten durchaus bereit ihre Daten zu teilen”, so Achim Kaucic, Principal bei A.T. Kearney und Studienautor.

Für die Studie wurden in mehreren europäischen Ländern über 3.500 Konsumenten befragt. (fm)

Foto: Shutterstock

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