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15. März 2018, 08:48
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Vierte Industrielle Revolution im Portfolio

Ein neues Zeitalter hat begonnen. Die vierte industrielle Revolution. Sie verändert die gesamte Gesellschaft. Anleger können von diesem Trend profitieren. Gastbeitrag von Marc Hellingrath, Union Investment

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Marc Hellingrath, Union Investment: “Was nach Zukunftsmusik klingt, ist an vielen Stellen schon Realität – oder befindet sich auf dem Weg dahin.”

Drohnen, die die Post zustellen, 3D-Drucker, die ein fehlendes Montageteil für den Installateur automatisch nachproduzieren, eine App, die einem den nächsten freien Parkplatz in der überfüllten Innenstadt zeigt. Die nächste industrielle Revolution hat mit Industrie 4.0 bereits begonnen. Das Ziel: Die Nutzung des Internets und künstlicher Intelligenz zur Vernetzung von Menschen, Maschinen und Prozessen.

Was nach Zukunftsmusik klingt, ist an vielen Stellen schon Realität – oder befindet sich auf dem Weg dahin. Autonome Fahrzeuge, die dank Lasersensoren und Kameras den Fahrweg berechnen und in der Lage sind, rechtzeitig zu bremsen. Kühlschränke, die neue Milch bestellen, bevor der letzte Schluck getrunken ist. Augmented Reality-Brillen, die Medizinstudenten die Anatomie eines Patienten in die Mitte des Raumes projizieren.

Zeitalter Big Data

Was unterscheidet diesen industriellen Umwälzungsprozess von denen davor? In der ersten industriellen Revolution um 1800 stand die Mechanisierung im Vordergrund. Wasserkraft und Dampfmaschinen kamen in der Fertigung zum Zuge. Als zweite Revolution wird das Zeitalter der Massenfertigung bezeichnet (1900). Mithilfe elektrischer Energie werden Förderbänder betrieben, es gab eine neue Form der Arbeitsteilung und eine Mobilität, die man so vorher nicht kannte.

Bei der digitalen Revolution, die man als Industrie 3.0 bezeichnet (1970), werden Prozesse vollständig automatisiert, Roboter kommen in den Produktionsstraßen zum Einsatz, Internet und moderne Telekommunikationstechnik haben eine herausragende Rolle. Roboter sind zwar auch in der Industrie 4.0 wichtig. Das entscheidende Element ist aber: Big Data. Mit dem enormen Wachstum der Daten steht eine immer bessere Grundlage zur Verfügung, um Menschen und Maschinen miteinander zu vernetzen und Prozesse zu automatisieren.

Eine neue Datenqualität

Sekündlich entstehen Milliarden Daten. Menschen kaufen online ein, bezahlen mit Bonussammel-Karten, tracken ihre Sportaktivitäten und erfassen jeden ihrer Schritte. Neben vernetzten Geräten wie Smartphones erzeugen auch Stromzähler, Überwachungskameras oder Autos mit Navigationssystemen – um nur eine Auswahl zu nennen – ständig Daten. Mehr als 90 Prozent aller Daten weltweit wurden in den vergangenen zwei Jahren erst generiert. Ihre Verfügbarkeit hat viele Branchen bereits stark verändert. Vernünftig messen lässt sich das weltweite Datenvolumen mittlerweile nur noch in Zettabytes, der Maßeinheit für eine Billion Gigabytes.

Laut einer Studie der International Data Corporation wird das weltweite Datenvolumen im Jahr 2025 163 Zettabytes betragen – zehn Mal mehr als 2016. Diese enormen Mengen können nur mit Hilfe von Methoden aus der Künstlichen Intelligenz (KI) effizient strukturiert, aufbereitet und ausgewertet werden – also lernfähigen Computern, die selbständig Probleme lösen und ihre Handlung aufgrund von Erfahrungen anpassen können.

Seite zwei: Unbekanntere Namen mischen das Feld auf

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