27. November 2017, 09:06
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitalisierung sollte auch Anlagestrategien ändern

Der Cyber Monday ist eine Erinnerung daran, dass Unternehmen sich zunehmend auf die Digitalisierung einstellen müssen, sowie Online-Werbestrategien und Absatzkanäle. Auch Anleger sollten auf Unternehmen setzen, deren Geschäftsmodell von der Digitalisierung profitiert.

Online-shopping-einkaufen-online-internet-kreditkarte-shutterstock 530222965 in Digitalisierung sollte auch Anlagestrategien ändern

Der Trend zum Online-Shopping steht noch am Anfang. Schon jetzt sollten sich Unternehmen darauf einstellen, dass die Digitalisierung und das Internet auch für ihre Geschäftsmodelle immer wichtiger werden.

Während der Black Friday, der Tag nach Thanksgiving, durch Rabattaktionen zum wichtigsten Einkaufstag in den USA geworden ist, soll der Cyber Monday die Online-Umsätze steigern, ebenfalls durch Rabatte. Der Cyber Monday 2016 war mit Verkäufen im Wert von 3,45 Milliarden US-Dollar der umsatzstärkste Tag des amerikanischen Onlinehandels.

“Onlineshopping-Tage wie der Cyber Monday bietet Unternehmen die Chance, an einem einzigen Tag große Umsätze zu erzielen. Mit seinem enormen Erfolg verdeutlicht er noch einmal die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Onlinepräsenz zu verstärken”, sagt Jeremy Gleeson, Portfoliomanager der Axa Framlington Digital Economy Strategy. Dieses Jahr würden zu Recht noch höhere Umsätze als 2016 erwartet.

Wirtschaftsfaktor Onlinehandel

Der Onlinehandel entwickele sich dementsprechend zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor und böte attraktive Chancen für Anleger. “Mit gerade einmal neun Prozent am globalen Einzelhandelsumsatz steht der Onlinehandel noch am Beginn seines Wachstums. Wir erwarten, dass er in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich 14 Prozent wachsen wird”, sagt Gleeson.

Glesson nennt mehrere Gründe für diese Annahme: “Einzelhändler weiten ihr Angebot zunehmend auf den Onlinehandel aus, um den veränderten Bedürfnissen der Verbraucher zu entsprechen. Des Weiteren bewegen sich die Werbeausgaben der Unternehmen weg vom traditioneller TV-, Print- und Plakatwerbung hin zu stärker personalisierter, digitaler Werbung.”

“Lieferkettensoftware und Lagerautomatisierung sorgen für eine verkürzte Lieferzeit. Amazon beispielsweise erhöhte 2015 die Zahl seiner Roboter um 50 Prozent auf 45.0002″, ergänzt Gleeson.

Welche Unternehmen profitieren von der Digitalisierung?

Die digitale Wirtschaft beschränke sich aber nicht auf Einzelhändler und ihre Online-Shops. Neue Vertriebswege durch soziale Medien, Apps, Suchmaschinen und Internetportale konkurrierten um den wachsenden Internet-Traffic möglicher Kunden, um damit Geld zu verdienen.

“Zur digitalen Wirtschaft zählt entsprechend auch eine Vielzahl von Unternehmen, mit denen Kunden im Internet Kontakt haben – von der Entdeckung neuer Produkte bis zur Lieferung. Auch sogenannte “Ermöglicher” gewinnen an Bedeutung, da sie traditionelle Unternehmen bei der Nutzung ihrer digitalen Möglichkeiten unterstützen”, so Gleeson.

Investoren können langfrisig von der wachsenden digitalen Wirtschaft profitieren indem sie auf Unternehmen setzen, die von der Digitalisierung des Handels profitieren werden, beispielsweise, in dem sie zur Wertschöpfungskette der digitalen Wirtschaft beitragen. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...