Digitalisierung sollte auch Anlagestrategien ändern

Der Cyber Monday ist eine Erinnerung daran, dass Unternehmen sich zunehmend auf die Digitalisierung einstellen müssen, sowie Online-Werbestrategien und Absatzkanäle. Auch Anleger sollten auf Unternehmen setzen, deren Geschäftsmodell von der Digitalisierung profitiert.

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Der Trend zum Online-Shopping steht noch am Anfang. Schon jetzt sollten sich Unternehmen darauf einstellen, dass die Digitalisierung und das Internet auch für ihre Geschäftsmodelle immer wichtiger werden.

Während der Black Friday, der Tag nach Thanksgiving, durch Rabattaktionen zum wichtigsten Einkaufstag in den USA geworden ist, soll der Cyber Monday die Online-Umsätze steigern, ebenfalls durch Rabatte. Der Cyber Monday 2016 war mit Verkäufen im Wert von 3,45 Milliarden US-Dollar der umsatzstärkste Tag des amerikanischen Onlinehandels.

„Onlineshopping-Tage wie der Cyber Monday bietet Unternehmen die Chance, an einem einzigen Tag große Umsätze zu erzielen. Mit seinem enormen Erfolg verdeutlicht er noch einmal die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Onlinepräsenz zu verstärken“, sagt Jeremy Gleeson, Portfoliomanager der Axa Framlington Digital Economy Strategy. Dieses Jahr würden zu Recht noch höhere Umsätze als 2016 erwartet.

Wirtschaftsfaktor Onlinehandel

Der Onlinehandel entwickele sich dementsprechend zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor und böte attraktive Chancen für Anleger. „Mit gerade einmal neun Prozent am globalen Einzelhandelsumsatz steht der Onlinehandel noch am Beginn seines Wachstums. Wir erwarten, dass er in den nächsten fünf Jahren um durchschnittlich 14 Prozent wachsen wird“, sagt Gleeson.

Glesson nennt mehrere Gründe für diese Annahme: „Einzelhändler weiten ihr Angebot zunehmend auf den Onlinehandel aus, um den veränderten Bedürfnissen der Verbraucher zu entsprechen. Des Weiteren bewegen sich die Werbeausgaben der Unternehmen weg vom traditioneller TV-, Print- und Plakatwerbung hin zu stärker personalisierter, digitaler Werbung.“

„Lieferkettensoftware und Lagerautomatisierung sorgen für eine verkürzte Lieferzeit. Amazon beispielsweise erhöhte 2015 die Zahl seiner Roboter um 50 Prozent auf 45.0002″, ergänzt Gleeson.

Welche Unternehmen profitieren von der Digitalisierung?

Die digitale Wirtschaft beschränke sich aber nicht auf Einzelhändler und ihre Online-Shops. Neue Vertriebswege durch soziale Medien, Apps, Suchmaschinen und Internetportale konkurrierten um den wachsenden Internet-Traffic möglicher Kunden, um damit Geld zu verdienen.

„Zur digitalen Wirtschaft zählt entsprechend auch eine Vielzahl von Unternehmen, mit denen Kunden im Internet Kontakt haben – von der Entdeckung neuer Produkte bis zur Lieferung. Auch sogenannte „Ermöglicher“ gewinnen an Bedeutung, da sie traditionelle Unternehmen bei der Nutzung ihrer digitalen Möglichkeiten unterstützen“, so Gleeson.

Investoren können langfrisig von der wachsenden digitalen Wirtschaft profitieren indem sie auf Unternehmen setzen, die von der Digitalisierung des Handels profitieren werden, beispielsweise, in dem sie zur Wertschöpfungskette der digitalen Wirtschaft beitragen. (kl)

Foto: Shutterstock

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