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23. Januar 2018, 11:58
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Was die deutsche Finanzbranche über Bitcoin denkt

Werden Digitalwährungen wie der Bitcoin unser klassisches Finanzsystem ersetzen? Das ist eine der Fragen, die das Center for Financial Studies Finanzunternehmen und -Dienstleister in Deutschland gestellt hat.  So hat die Branche geantwortet:

Bitcoin in Was die deutsche Finanzbranche über Bitcoin denkt

Bitcoins sind die bekannteste digitale Währung.

Seit Januar 2017 hat sich der Bitcoin-Kurs von 1.000 US-Dollar auf nahezu 20.000 US-Dollar im Dezember erhöht. Seitdem hat die Währung nach wiederholtem Auf und Ab bis Mitte Januar rund 40 Prozent an Wert verloren. Für 81 Prozent der Arbeitnehmer in der Finanzbranche ist die Kursentwicklung nicht nachvollziehbar. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage des Center for Financial Studies.

Risiken, die durch diese Entwicklung für das Finanzsystem entstehen können, seien schwer absehbar. Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) schätze die Entwicklung kritisch ein. Hingegen sind laut 41 Prozent der Umfrageteilnehmer die Risiken eher zu vernachlässigen.

Finanzbranche fordert Regulierung

Unabhängig davon, wie die Befragten Risiken einschätzen, seien drei Viertel der Befragten für eine stärkere Regulierung des Marktes für Kryptwowährungen (78 Prozent).

“Die Umfrage verdeutlicht, dass die Sorgen der Finanzmarktteilnehmer angesichts der Intransparenz und der unberechenbaren Kursentwicklungen des Bitcoin zunehmen”, sagt Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies.

Auch wenn Kryptowährungen bedeutender werden, werde der Bitcoin unser klassisches Geldsystem dennoch nicht ersetzen können. Darin sei sich die Finanzbranche geschlossen einig (93 Prozent). Der Bitcoin werde von 79 Prozent der Befragten auch nicht für ein interessantes Anlageinstrument gehalten.

“Fragwürdiges Konstrukt”

“In der jetzigen Form stellt der Bitcoin ein fragwürdiges Konstrukt dar, das keinen erkennbaren Mehrwert bietet. Daher sollten klare regulatorische Rahmenbedingungen und eine konsequente Aufsicht dafür sorgen, dass der Anlegerschutz auch bei Kryptowährungen greift und zudem Systemrisiken im Keim erstickt werden.”, sagt Brühl.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance sagt: “Trotz aller berechtigten Skepsis bleibt die Faszination der Technik und ihrer Potenziale. Regulierung sollte nicht das Experimentieren unterbinden.”(kl)

Foto: Shutterstock

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