3. Juni 2019, 15:09
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Axa Investment Managers: Steigende Risiken im Juni

Die Wahlen haben Europaparlament zersplittert – mit Folgen für Einzelstaaten und Europa als Ganzes. Zudem wachsen die Spannungen zwischen den USA und China, weil Zölle erhöht werden. Im 1. Quartal hat das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vor allem in den USA, aber auch in China und in Europa positiv überrascht. Die Nachfragestruktur, die jüngsten chinesischen Konjunkturdaten und das internationale Geschäftsklima bestätigen aber, wie krisenanfällig der derzeitige Aufschwung ist, schreiben Laurent Clavel and Serge Pizem von Axa Investment Managers.

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Axa hatte im Mai angekündigt, einen Minderheitsanteil am US-Geschäft an die Börse zu bringen.

„In Europa muss man die Politik genau im Auge behalten – wenn auch nicht wegen der wenig überraschenden Stimmengewinne der Populisten bei den Europawahlen vom 23. bis 26. Mai. So sehr sich Italiens Vizepremier Matteo Salvini auch um Einigkeit bemühte, zieht die Allianz der euroskeptischen Parteien doch keineswegs an einem Strang und ist weit von einer Mehrheit entfernt.

Zersplitterung in Europa nach der Europawahl

Selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sich die drei rechten Gruppierungen zusammenschließen, käme eine solche Fraktion auf weniger Sitze als die Europäische Volkspartei (EVP). Eine erfreuliche Überraschung war die Wahlbeteiligung, die so hoch war wie seit 20 Jahren nicht mehr.

Insgesamt haben die Wahlen aber die politische Zersplitterung in Europa bestätigt und große innenpolitische Folgen ( „European Parliament Elections: More noise but some signals “ , AXA IM Research).

Gefährdet sind vor allem die Koalitionen in Italien und Deutschland. Interessant wird auch sein, wer in die europäischen Spitzenämter berufen wird, insbesondere bei der Europäischen Zentralbank, wo Präsident Mario Draghi und Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré zum Jahresende ausscheiden.

Monatelang hatten die amerikanisch-chinesischen Verhandlungen für erfreuliche Schlagzeilen gesorgt (‚Die Verhandlungen machen Fortschritte‘). Die jüngste Eskalation des US-Protektionismus war daher eine umso bösere Überraschung für die Finanzmärkte, wo die Risikobereitschaft nachließ, und für die meisten Beobachter.

Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Zölle auf US-Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10% auf 25% zu erhöhen. Für die verbleibenden 300 Milliarden US-Dollar hat er ebenfalls 25 Prozent Zoll angedroht.

 

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