Fed: US-Notenbank tastet Leitzins nicht an

Die wichtigste Notenbank der Welt gibt geldpolitisch die Linie vor – und diese heißt: Geduld. Eine Bewegung nach unten oder oben ist derzeit nicht geplant – auch wenn die Inflation wieder deutlich unter die Zielmarke gerutscht ist.

Die Fed hatte nach der Nullzinspolitik in der Finanzkrise im Jahr 2015 damit begonnen, den Leitzins allmählich zu normalisieren.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins erwartungsgemäß unangetastet gelassen.

Die Federal Funds Rate – also der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen – bleibt erwartungsgemäß in einem Korridor zwischen 2,25 und 2,50 Prozent, wie die Fed am Mittwoch in Washington mitteilte.

Inflation deutlich unter der Zielmarke

Fed-Chef Jerome Powell betonte: „Es gibt derzeit keinen Grund für eine Bewegung in beide Richtungen.“ In der offiziellen Mitteilung der Notenbank wird weiter von „Geduld“ gesprochen.

Diese sei notwendig, auch wenn der Arbeitsmarkt und das Wachstum mehr als stabil seien. Dies deutet darauf hin, dass auch für das gesamte Jahr 2019 keine Zinsbewegung seitens der Fed mehr zu erwarten ist.

Einige Marktbeobachter hatten sogar mit Signalen für eine mögliche leichte Zinssenkung gerechnet – zumal die Inflation mit 1,5 Prozent wieder deutlich unter die Zielmarke von zwei Prozent gerutscht ist. „Wir fühlen uns weiter unseren Inflationszielen verpflichtet“, sagte Powell.

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