2. Oktober 2019, 15:55
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Mediolanum: Aktien runter, Anleihen rauf

„Aktien untergewichten, Festverzinsliche Wertpapiere übergewichten“- so lautet die aktuelle Asset Allocation-Strategie von Mediolanum International Funds. Brian O’Reilly, Head of Investment Strategy bei Mediolanum International Funds, weiß, worauf es jetzt noch ankommt.

Brian O Reilly Mediolanum Asset Management-Kopie in Mediolanum: Aktien runter, Anleihen rauf

Brian O. Reilly, Mediolanum Asset Management

„Das Risiko für Wachstum ist ausgewogen. Auf der einen Seite führt der Handelskrieg dazu, dass sich ein Teil der Weltwirtschaft verlangsamt, aber andere Segmente wie der Dienstleistungssektor entwickeln sich besser. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass wir uns in einem späten Zyklus befinden, aber die wichtigste Debatte konzentrierte sich darauf, ob die Zentralbanken durch geldpolitische Lockerungen und/oder Regierungen mit fiskalischen Impulsen den Zyklus verlängern können.

Daher ist ein konservativerer Ansatz bei der Verwaltung der Portfolios gerechtfertigt. Angesichts der jüngsten Bewegungen der Zentralbank, eines Teils der Stabilisierung der Wirtschaftsdaten, die wir in letzter Zeit gesehen haben, und der hohen Risikoprämien für Aktien gegenüber Anleihen hat Mediolanum jedoch einige Änderungen an ihrer Asset Allocation vorgenommen: Aktien untergewichten, festverzinsliche Wertpapiere übergewichten“. Dies ist das wesentliche Fazit der aktuellen Analyse „House View Quarterly“ des Investment Committee von Mediolanum International Funds, erklärt Brian O’Reilly, Head of Investment Strategy bei Mediolanum International Funds.

Das Mediolanum Investment Committee verglich darin die heutige Situation mit dem Zeitraum von 1995-2000, als die Fed die Zinssätze zuletzt mehrmals angepasst hat, um die Politik an die wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen. Damals gelang es ihnen, einen Zyklus, dem die Kraft ausgeht, zu verlängern und dabei eine Rallye an der Börse zu ermöglichen.

Weltwirtschaft entwickelt sich weiter rückläufig

Mediolanums Makrostrategen zeigten in ihrer Analyse auf, dass sich die Weltwirtschaft im Sommer weiter rückläufig entwickelte. Im zweiten Quartal verlangsamte sich das BIP der Vereinigten Staaten auf etwas mehr als 2%, Deutschland schrumpfte um 0,1% und China verzeichnete mit 6,2% die niedrigste Wachstumsrate seit 30 Jahren. Vor diesem Hintergrund hat der IWF seine globalen Wachstumsprognosen für 2019 auf 3,2% gesenkt und anerkannt, dass die Risiken für die Prognose hauptsächlich nach unten gerichtet sind.

Allerdings gibt es einige weitere positive Anzeichen, die darauf hindeuten, dass sich die Bedingungen zu stabilisieren beginnen. Sicherlich bestätigen die neuesten Daten, dass die globale Fertigung weiterhin unter Druck steht. Die Auswirkungen des Handelskrieges haben große exportorientierte Nationen wie Deutschland und China, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, deutlich in Mitleidenschaft gezogen, wobei eine Reihe von Indikatoren wie die PMI-Zahlen eine deutliche Abschwächung signalisieren. Selbst in den USA, wo sich das verarbeitende Gewerbe relativ gut behauptet hatte, sanken die ISM-Daten im August auf 49 und folgten damit dem Abwärtstrend, der sich in den meisten Ländern der Welt seit diesem Jahr abzeichnet.

Seite zwei: Keine klaren Anzeichen eines Abschwungs erkennbar

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