9. Oktober 2019, 09:26
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Ostdeutsche mit wirtschaftlicher Situation zufridener als gedacht

Die verbreitete Unzufriedenheit mit dem „Aufbau Ost“ ist 30 Jahre nach dem Mauerfall durch die Fakten nicht gedeckt.

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„Die realen verfügbaren Einkommen in Ostdeutschland liegen bei rund 92 Prozent des westdeutschen Niveaus. Und in vielen Regionen wird ein höheres Wohlstandsniveau erreicht als in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens oder Niedersachsens“, sagt Joachim Ragnitz von der Niederlassung Dresden des ifo Instituts.

„Offensichtlich machen sich viele Menschen in Ostdeutschland falsche Vorstellungen über das Wohlstandsniveau in Westdeutschland und fühlen sich deshalb benachteiligt – obwohl die große Mehrheit mit ihren persönlichen wirtschaftlichen Verhältnissen durchaus zufrieden ist“, fügt Ragnitz hinzu.

Richtig sei zwar, dass die Wirtschaftskraft in den ostdeutschen Ländern um einiges niedriger sei als in Westdeutschland. Dies habe aber strukturelle Ursachen, die sich nicht so schnell abbauen ließen, sagt Ragnitz weiter. Er warnt deswegen die Politik davor, sich von Fehleinschätzungen und Stimmungen leiten zu lassen: „Falsch wäre es, Ostdeutschland jetzt mit neuen Förderprogrammen zu überziehen und unerfüllbare Erwartungen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung zu wecken.“ Wenn die Politik die Wachstumsperspektiven für Ostdeutschland verbessern wolle, solle sie sich auf die Stärkung von Forschung und Innovation und die Verbesserung der Bedingungen für eine Zuwanderung von Arbeitskräften konzentrieren. Hierbei stünden jedoch weniger der Bund als vielmehr die landes- und kommunalpolitischen Akteure in der Verantwortung.

Foto: Shutterstock

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