17. April 2019, 07:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rekordwerte bei Dividenden: Warum Anleger sie nicht unterschätzen sollten

Die Dividendensaison steht wieder vor der Tür, und Aktienanleger dürfen sich freuen: Analystenschätzungen zufolge wird die Ausschüttungssumme nach dem vergangenen Boom-Jahr erneut steigen. Allein die 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzerne werden in dieser Saison zusammen rund 38 Milliarden Euro an ihre Anleger ausschütten. Das wäre noch einmal etwa eine Milliarde mehr als im vergangenen Jahr.

Dividenden in Rekordwerte bei Dividenden: Warum Anleger sie nicht unterschätzen sollten

Dividenden sind bei vielen Anlegern immer noch unterschätzt.

Auf der Suche nach attraktiven Aktien vergessen Anleger häufig, Dividenden in ihr Kalkül einzubeziehen. Viele Anleger sehen in Dividenden oft nur “nettes Beiwerk” – eine Fehleinschätzung. Zahlreiche Studien belegen, dass Dividenden die Performance von Aktienanlagen positiv beeinflussen. So stammt rund die Hälfte des Gesamtertrages einer Aktienanlage im langfristigen Durchschnitt aus Dividendenzahlungen. Die langfristig durchschnittliche Dividedenrendite in Deutschland beträgt beispielsweise 3,24 Prozent. Aktuell liegt sie sogar bei 3,87 Prozent. Angesichts der Erträge, die sich aktuell mit Festgeldanlagen oder Rentenpapieren erzielen lassen, sind solche Durchschnittswerte schon beeindruckend.

Dividendenaktien stabilisieren…

Dass dividendenstarke Substanzwerte nicht nur den Vorteil regelmäßiger und in der Regel beständig steigender Ausschüttungen aufweisen, sondern sich auch dämpfend bei Kurskorrekturen auswirken können, konnten Anleger zuletzt im Dezember 2018 eindrucksvoll beobachten: Während der MSCI World Aktienindex Ende letzten Jahres zwischenzeitlich bis zu zwölf Prozent nachgab, mussten gut gemanagte Dividendenfonds wie der Top Dividend nur einen Rückgang von ca. sechs Prozent hinnehmen. Sie konnten damit den Rückschlag deutlich besser abfedern. Auch an der nachfolgenden Erholungsphase haben Dividendenfonds gut partizipieren können.

… und sind keine Langweiler

In Boomphasen stehen an den Börsen häufig wachstumsstarke Tech-Werte im Mittelpunkt des Interesses. Unternehmen, die Dividenden zahlen, werden dann gern als “Old School” bezeichnet. Doch dieses Vorurteil ist nicht nur kurzsichtig, es ist auch unberechtigt, denn Dividendenaktien sind durchaus Renditetreiber. Sie haben in der Vergangenheit über sehr lange Zeitreihen bewiesen, dass sie höhere Kursgewinne erzielen konnten als Aktien, bei denen keine Dividende gezahlt, gekürzt oder gestrichen wurde.

Eine Untersuchung aus den USA belegt diesen Zusammenhang für die letzten 50 Jahre sehr eindrucksvoll: Während Dividenden zahlende Aktien in diesem Zeitraum eine Rendite von 9 Prozent p.a. erwirtschaftet haben, erzielten Aktien, die keine Dividenden zahlen, lediglich 2,4 Prozent p.a.. Aktien, deren Dividende gekürzt wurde, weisen sogar eine negative Rendite von minus 0,5 Prozent p.a. auf.

Auf eine breite Streuung achten

Anleger sollten aber nicht der Versuchung erliegen, sich einen oder mehrere Top-Dividenden-zahler im Hinblick auf eine attraktive Ausschüttung ins Depot zu legen. Wie bei allen Anlagestrategien ist es auch bei Dividendenwerten sinnvoll, den Grundsatz der Risikostreuung nicht aus den Augen zu verlieren. Sehr gut geht dies zum Beispiel mit einem Fonds, der wie der weltweit anlegende Top Dividend idealerweise auch noch ein Dachfonds ist.

So werden für den Fonds die aussichtsreichsten Dividendenfonds selektiert, die erfolgreichsten Fondsmanager und Managementstile ausgesucht und die Allokation regelmäßig angepasst. Der Top Dividend gehört zu den Fonds, die von unabhängigen Finanzberatern am häufigsten empfohlen wird.

Autor Andreas Jacobs, ist Portfolio-Manager bei der Performance Swiss AG und Berater des von Monega verwalteten Top Dividend-Fonds.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Generali Deutschland und Deutsche Vermögensberatung sind top im Kundenservice

Die Generali Deutschland Versicherung und die AachenMünchener Lebensversicherung sind gemeinsam mit ihrem langjährigen exklusiven Vertriebspartner, der Deutschen Vermögensberatung, die Nummer 1 im erlebten Kundenservice. Das ist das Ergebnis der aktuellen Kundenbefragung „Service Champions“.

mehr ...

Immobilien

Immobilien kommen bei Berliner Winter-Auktionen zum Aufruf

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG (DGA) lädt am 12. und 13. Dezember 2019 zu ihren Winter-Auktionen ins abba Berlin Hotel ein. Insgesamt 94 Immobilien aus neun Bundesländern kommen mit einer Mindestgebotssumme von rund 12,7 Millionen Euro zum Aufruf. Neben Wohn- und Geschäftshäusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken befinden sich auch ausgefallene Immobilien auf der Auktionsliste. Den Schwerpunkt bilden Bahnobjekte.

mehr ...

Investmentfonds

Zinserhöhung in fünf Jahren?

Deutsche Privatanleger stellen sich mittel- bis langfristig auf ein Andauern der Niedrigzinsphase ein und erwarten eine Anhebung der Leitzinsen mehrheitlich erst im Jahr 2025 oder später. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Derivate Verbands in Zusammenarbeit mit mehreren großen Finanzportalen.

mehr ...

Berater

Thomas Haukje neuer BDVM-Präsident

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) hat satzungsgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Auf dem Präsidenten-Posten gab es einen Wechsel.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weiterer Aufsichtsrat für Crowdinvesting-Startup

Die Hamburger KlickOwn AG hat Worna Zohari, ehemals Vorstand des Immobilienunternehmens Gagfah und CEO der BGP Gruppe, als Mitglied des Aufsichtsrates gewonnen. Das Unternehmen plant eine weitere Crowdinvesting-Plattform mit Hilfe der Blockchain-Technologie.

mehr ...

Recht

Wegen Thomas Cook: Bundesrepublik wird verklagt

Im September beantragten der Reiseveranstalter Thomas Cook sowie diverse seiner Tochterunternehmen Insolvenz. Doch das Geld der Versicherung von Thomas Cook wird nicht ausreichen, um alle Betroffenen zu entschädigen. Die Kanzlei Mutschke hat deshalb jetzt im Namen einer Reisenden Klage wegen Staatshaftung gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht.

mehr ...