Rekordwerte bei Dividenden: Warum Anleger sie nicht unterschätzen sollten

Die Dividendensaison steht wieder vor der Tür, und Aktienanleger dürfen sich freuen: Analystenschätzungen zufolge wird die Ausschüttungssumme nach dem vergangenen Boom-Jahr erneut steigen. Allein die 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) notierten Konzerne werden in dieser Saison zusammen rund 38 Milliarden Euro an ihre Anleger ausschütten. Das wäre noch einmal etwa eine Milliarde mehr als im vergangenen Jahr.

Dividenden sind bei vielen Anlegern immer noch unterschätzt.

Auf der Suche nach attraktiven Aktien vergessen Anleger häufig, Dividenden in ihr Kalkül einzubeziehen. Viele Anleger sehen in Dividenden oft nur „nettes Beiwerk“ – eine Fehleinschätzung. Zahlreiche Studien belegen, dass Dividenden die Performance von Aktienanlagen positiv beeinflussen. So stammt rund die Hälfte des Gesamtertrages einer Aktienanlage im langfristigen Durchschnitt aus Dividendenzahlungen. Die langfristig durchschnittliche Dividedenrendite in Deutschland beträgt beispielsweise 3,24 Prozent. Aktuell liegt sie sogar bei 3,87 Prozent. Angesichts der Erträge, die sich aktuell mit Festgeldanlagen oder Rentenpapieren erzielen lassen, sind solche Durchschnittswerte schon beeindruckend.

Dividendenaktien stabilisieren…

Dass dividendenstarke Substanzwerte nicht nur den Vorteil regelmäßiger und in der Regel beständig steigender Ausschüttungen aufweisen, sondern sich auch dämpfend bei Kurskorrekturen auswirken können, konnten Anleger zuletzt im Dezember 2018 eindrucksvoll beobachten: Während der MSCI World Aktienindex Ende letzten Jahres zwischenzeitlich bis zu zwölf Prozent nachgab, mussten gut gemanagte Dividendenfonds wie der Top Dividend nur einen Rückgang von ca. sechs Prozent hinnehmen. Sie konnten damit den Rückschlag deutlich besser abfedern. Auch an der nachfolgenden Erholungsphase haben Dividendenfonds gut partizipieren können.

… und sind keine Langweiler

In Boomphasen stehen an den Börsen häufig wachstumsstarke Tech-Werte im Mittelpunkt des Interesses. Unternehmen, die Dividenden zahlen, werden dann gern als „Old School“ bezeichnet. Doch dieses Vorurteil ist nicht nur kurzsichtig, es ist auch unberechtigt, denn Dividendenaktien sind durchaus Renditetreiber. Sie haben in der Vergangenheit über sehr lange Zeitreihen bewiesen, dass sie höhere Kursgewinne erzielen konnten als Aktien, bei denen keine Dividende gezahlt, gekürzt oder gestrichen wurde.

Eine Untersuchung aus den USA belegt diesen Zusammenhang für die letzten 50 Jahre sehr eindrucksvoll: Während Dividenden zahlende Aktien in diesem Zeitraum eine Rendite von 9 Prozent p.a. erwirtschaftet haben, erzielten Aktien, die keine Dividenden zahlen, lediglich 2,4 Prozent p.a.. Aktien, deren Dividende gekürzt wurde, weisen sogar eine negative Rendite von minus 0,5 Prozent p.a. auf.

Auf eine breite Streuung achten

Anleger sollten aber nicht der Versuchung erliegen, sich einen oder mehrere Top-Dividenden-zahler im Hinblick auf eine attraktive Ausschüttung ins Depot zu legen. Wie bei allen Anlagestrategien ist es auch bei Dividendenwerten sinnvoll, den Grundsatz der Risikostreuung nicht aus den Augen zu verlieren. Sehr gut geht dies zum Beispiel mit einem Fonds, der wie der weltweit anlegende Top Dividend idealerweise auch noch ein Dachfonds ist.

So werden für den Fonds die aussichtsreichsten Dividendenfonds selektiert, die erfolgreichsten Fondsmanager und Managementstile ausgesucht und die Allokation regelmäßig angepasst. Der Top Dividend gehört zu den Fonds, die von unabhängigen Finanzberatern am häufigsten empfohlen wird.

Autor Andreas Jacobs, ist Portfolio-Manager bei der Performance Swiss AG und Berater des von Monega verwalteten Top Dividend-Fonds.

Foto: Shutterstock

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