6. November 2019, 23:35
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Seit 2009 deutlicher Kaufkraftverlust für deutsche Sparer

Auf 135,354 Milliarden Euro summiert sich der Kaufkraftverlust von Zinssparern in Deutschland seit Januar 2011 – 23,193 Milliarden Euro davon sind in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zusammengekommen und 2,04 Milliarden Euro betrug der Wert für September.

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Auch die Pro-Kopf-Daten sind tiefrot: In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres haben die Zinssparer in Deutschland im Durchschnitt pro Kopf rund 279,44 Euro an Kaufkraft eingebüßt. Bis zum Jahresende steuert der Kaufkraftverlust jedes Einzelnen damit wieder auf die 400,00 Euro-Marke zu. Zum Vergleich: 2018 lag der Kaufkraftverlust pro Einwohner in Deutschland bei 466,19 Euro.

Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate sind der Grund

Daniel Franke, Inhaber von Franke-Media.net, die ihr Realzinsradar mit monatlich aktualisierten Zahlen veröffentlicht, schätzt: „2019 werden Zinssparer mit ihren Einlagen bei Banken in Deutschland rund 31 Milliarden Euro an Kaufkraft verlieren. Der Grund liegt auf der Hand: die nominalen Zinsen liegen deutlich unterhalb der aktuellen Inflationsrate – seit 34 Monaten in Folge.“

Das Zinsradar von Tagesgeldvergleich.net betrachtet die Entwicklung der Realzinssätze für Einlagen privater Haushalte sowie der entsprechenden Volumina (jeweils Neugeschäft und Bestände).

Mehr als 1.600 Euro Kaufkraft pro Kopf in neun Jahren verloren

Ausgehend vom Jahr 2011 und dem Beginn der Niedrigzinsphase errechnen die Experten einen kumulierten Kaufkraftverlust von inzwischen mehr als 1.646,97 Euro pro Kopf. Insgesamt ergibt das ein Ergebnis von -135,34 Milliarden Euro in den letzten neun Jahren für ganz Deutschland.

„Kosten“ der Niedrigzinsphase nunmehr bei 211,667 Milliarden Euro

Parallel zum Realzinsradar geht Franke-Media.net der Frage nach, welche Kosten in Form entgangener Zinserträge die Niedrigzinspolitik der EZB bei Zinssparern in Deutschland verursacht. Dafür werden die monatlichen nominalen Zinserträge denen gegenübergestellt, die beim jeweiligen Einlagevolumen mit dem durchschnittlich zwischen Januar 2003 und Mai 2009 zu erzielenden Zinssätzen drin gewesen wären.

Auf 211,667 Milliarden Euro weniger Zinsen seit Juni 2009 kommen wir im Zuge dieser Berechnungen. Dieser Wert erhöht sich derzeit um rund 2,8 Milliarden Euro pro Monat (zuletzt 2,801 Milliarden Euro im September 2019).

Foto: Shutterstock

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