6. Januar 2019, 08:55
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Tech-Giganten: Korrektur und keine Krise

Noch im August vergangenen Jahres brach Apple mit seinem Börsenwert die Eine-Billion-US-Dollar-Marke. Ein Rekord an der Wall Street! Seitdem gingen mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Auch der Rest des hochgehandelten Tech-Sektors kam in den vergangenen Wochen stark unter die Räder. Bei so manchem Anleger kommen böse Erinnerungen an die Dot.Com-Krise auf. Droht nun ein ähnlicher Ausverkauf wie zu Beginn des Jahrtausends oder ist das eine Einstiegsgelegenheit? Ein Kommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

Tech-Giganten: Korrektur und keine Krise

Marc Hellingrath, Union Investment: „Die Geschäftsmodelle der Unternehmen sind sehr stabil, was gegen eine nachhaltige Krise spricht.“

Seit 2009 dominieren Technologiewerte das Marktgeschehen. In den vergangenen zwei Jahren prägte kaum eine andere Branche die Börsen so stark wie dieser Sektor. Darum hat man den Tech-Giganten Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google sogar ein eigenes Akronym gewidmet: FAANG. Der Kursverlauf der FAANG-Aktien ist seit 2017 immer steiler geworden. Auf Jahressicht wurden mitunter dreistellige Kursgewinne erreicht.

Tech-Werte ziehen nach

Seit einigen Wochen ist dieser Höhenflug vorbei. Nachdem Facebook mit dem Datenskandal in der ersten Jahreshälfte 2018 die Schlagzeilen beherrscht hatte, war es im zweiten Halbjahr vor allem Apple. Insbesondere schwächere iPhone-Verkaufszahlen belasteten die Aktie. Aber auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China setzt dem Unternehmen aus Cupertino zu, da viele Apple-Produkte in China gefertigt werden. Seit Anfang August letzten Jahres hat die Apple-Aktie mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Daneben kamen die Halbleiterhersteller, wie Micron aus den USA, oder die Google-Mutter Alphabet seit Sommer deutlich unter Druck.

Doch mit Kursverlusten im zweistelligen Bereich ist der Sektor nicht allein. Weltweit leiden die Aktienmärkte unter dem schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Einer kurzen Entspannung nach dem G20-Gipfel in Buenos Aires folgten gleich wieder härtere Töne. Die Verhaftung der Huawei-Finanzchefin verschärfte die Lage weiter. Vor allem die mit dem Handelsstreit verbundene Unsicherheit lähmt Unternehmen wie Investoren weltweit. Hinzu kommen Sorgen, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinszügel zu straff anziehen könnte und damit eine Rezession auslösen könnte.

Schließlich ist der Konjunkturzyklus in den USA in einer späten Phase angelangt. Nahezu alle Aktienindizes haben  daher das Jahr 2018 mit einem Minus beendet. Dass sich US-Indizes noch so lange in der Gewinnzone hielten, war vor allem der Verdienst der Technologiebranche. Die Ängste, die schon seit einiger Zeit den Gesamtmarkt im Griff haben, erreichten nun aber auch mit Verspätung die Tech-Giganten. Und das mit voller Wucht.

Seite zwei: Keine Wiederholung der Dot.Com-Krise

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