27. Januar 2020, 09:26
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Factor Investing: Nachhaltigkeit & Rendite Hand in Hand

Das verstärkte Engagement von Aktivisten hält die politische und öffentliche Diskussion über den Kampf gegen den Klimawandel in Gang. Auch bei der Geldanlage legen Investoren immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit.

SMITH-Gideon-Axa-IM in Factor Investing: Nachhaltigkeit & Rendite Hand in Hand

Gideon Smith, Axa IM

„Auf Performance müssen sie dabei nicht verzichten“, ist Gideon Smith, Europe Chief Investment Officer bei Axa IM Rosenberg Equities, überzeugt. So kann eine nachhaltige Anlagelösung im Rahmen des Factor Investings Anlegern nachhaltige und langfristige Renditen bescheren. 

Der Investmentansatz von Factor Investing ist bereits hingehend bekannt: Mithilfe umfangreicher Daten zu ausgewählten Faktoren wie Qualität und niedriger Volatilität soll Factor Investing das langfristige Aktienmarktpotenzial effizienter nutzen als ein kapitalisierungsgewichteter Index. Die Berücksichtigung von nachhaltigen Faktoren bietet darüber hinaus Mehrwert für das Portfolio: „Informationen über den Umgang eines Unternehmens mit den Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung steigern den Erfolg der Anlagestrategie, da sie die Risiken eines Anlageportfolios reduzieren und die Ergebnisse verbessern können“, ergänzt Smith.

Denn Ressourcenknappheit, Klimawandel und die globale demografische Entwicklung stellen langfristige Trends dar, die sich branchenübergreifend auf Unternehmen auswirken, ebenso wie eine verstärkte Regulierung und die Erwartung der Gesellschaft. „Je nachhaltiger sich Firmen aufstellen, um diesen Trends zu begegnen, desto vielversprechender erscheinen ihre wirtschaftlichen Perspektiven“, sagt Smith. 

Optimierte Auswahl dank innovativer Technologie

Die Berücksichtigung der ESG-Kriterien bei Investmententscheidungen kann auf vielfältigen Wegen erfolgen. Verbesserte ESG-Kennzahlen, ein niedrigerer CO2-Ausstoß und eine geringere Wasserintensität können als Zielvorgaben dienen. Weitere Kriterien sind die Offenlegung der Abstimmungspolitik sowie das individuelle und kollektive soziale Engagement. Nicht zuletzt lassen sich bestimmte Investmentthemen komplett ausschließen – etwa Tabak oder Waffen. Das Team rund um Smith verifiziert seine Entscheidungen mit innovativen Technologien, mit denen sich die gewonnenen Erkenntnisse nochmals verfeinern und Anlageergebnisse weiter optimieren lassen.

Algorithmen für die Auswahl der Unternehmen 

Für die Auswahl der Unternehmen nutzt Smith hochsensible Algorithmen. Mensch und Maschine bauen das Portfolio gemeinsam anhand der vom Fondmanagement vorgegebenen Faktoren auf. Die Software scannt Unternehmensberichte, Nachrichten und Social-Media-Kanäle, um mehr darüber herauszufinden, welche Aktien den Fonds unterstützen und welche besser gemieden werden sollten.

„Das Programm kann dabei nicht nur Standardkennzahlen, wie zum Beispiel Gewinn und Verlust berücksichtigen, sondern ist auch in der Lage, weichere Faktoren zu interpretieren und zu entscheiden, ob eine Aktie in das Portfolio aufgenommen wird oder nicht. Die Zahl von Frauen in Vorständen oder der CO2-Fußabdruck eines Unternehmens helfen uns beispielweise zu beurteilen, wie nachhaltig ein Unternehmen seine Gewinne steigern kann“, erklärt Smith.

Faktoren und ESG-Strategie als Erfolgskriterien

„Der aktive Umgang mit Faktoren in Verbindung mit der durchdachten Umsetzung von ESG-Überlegungen macht die Strategie zu einer wirklich nachhaltigen langfristigen Investition“, betont Smith. Der Erfolg gibt ihm Recht: Per Ende Dezember 2019 wies der Axa WF Global Factors – Sustainable Equity seit Auflegung im Februar 2018 eine kumulierte Wertentwicklung von 32,07 Prozent auf – und übertraf damit den MSCI World um 5,52 Prozentpunkte. Vor allem die Mischung aus den Faktoren Qualität und niedrige Volatilität trugen Smith zufolge zu der Performance bei.

„Die Kombination dieser beiden Faktoren kann das Vermögen in fallenden Märkten erhalten und gleichzeitig sicherstellen, dass die Strategie mit steigenden Märkten Schritt hält. Auch im Hinblick auf ein Umfeld mit verlangsamtem Wachstum und geopolitischen Turbulenzen dürfte sie sich gut schlagen.“ 

Foto: Axa IM

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