23. Januar 2020, 09:08
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Roboter brechen aus der Autoindustrie aus

Früher waren Roboter vor allem in der Automobilproduktion anzutreffen. Heute dringen sie in immer mehr Branchen vor, auch in die Lebensmittel-, Konsumgüter- und Pharmaindustrie. Investoren, die an diesem Wachstumsmarkt partizipieren möchten, sollten eine aktive Titelselektion vornehmen. Ein Beitrag von Tom Riley, Axa Investment Managers

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Nicht nur in der Autoindustrie übernehmen Roboter immer mehr Arbeiten.

Mehr als 420.000 neue industrielle Roboter werden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres in Fabriken installiert. Nächstes Jahr sollen es bereits 465.000 sein, und bis 2022 soll sich diese Zahl sogar nochmals erhöhen: Dem aktuellsten Branchenreport der International Federation of Robotics zufolge auf knapp 590.000. Gute Nachrichten angesichts der temporären Wachstumsverlangsamung von Industrierobotern in diesem Jahr, denn damit geht es mit zweistelligen Wachstumsraten wieder steil aufwärts.

Neben der Autoindustrie holen andere Branchen auf

Und das nicht nur dank der Automobilbranche: Obwohl diese noch immer der größte Abnehmer von Industrierobotern ist, holen andere Branchen rasch auf. Zwar gingen 2018 30 Prozent der global verkauften Roboter an die Automobilbranche, zwei Prozentpunkte mehr als 2017. Auf Platz zwei und drei folgten Elektronik respektive Metall- und Maschinenbau. Die höchsten Wachstumsraten verzeichnen jedoch „neue“ Branchen wie die Lebensmittel- und Getränke- sowie die Konsumgüter- oder Pharmaindustrie. Im Lebensmittelsektor beispielsweise wurden 2018 rund 32 Prozent mehr Roboter installiert als noch im Vorjahr.

Der Hauptgrund für diese Branchenverschiebung: Roboter werden zunehmend intelligenter und flexibler, was sie dazu befähigt, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Hinzu kommt die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Robotik: Roboter werden immer effizienter, erschwinglicher und leichter zu programmieren und finden somit in immer mehr Industrien eine breitere Anwendung, auch bei kleineren Unternehmen. Sie senken die Betriebskosten, steigern die Produktivität, verbessern die Dienstleistungen und Produkte – und entlasten Menschen von repetitiven oder gefährlichen Arbeiten.

Lebensmittel- und Konsumgütersektor als großer Nachfrager

Im Lebensmittel- und Konsumgütersektor ist die Nachfrage nach neuen automatisierten Systemen wegen strengerer Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und Herausforderungen rund um die Verpackungen besonders hoch. Ocado, ein britischer Online-Supermarkt, nutzt automatisierte Verteilzentren, um die Betriebseffizienz zu steigern. Um seine Automatisierungsplattform zu kommerzialisieren, hat Ocado jüngst Partnerschaften mit Supermarktketten auf der ganzen Welt geprüft, darunter mit Kroger in den USA und Coles in Australien.

Seite zwei: Einsatz von Computern und Robotern in der Chirurgie bietet neue Chancen

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