US-Wahlen: Von wegen Stillstand

Foto: Shutterstock
Die Folgen für den Welthandel durch die Wahl von Joe Biden zum 46. US-Präsidenten.

Angesichts der geteilten Machtverhältnisse im US-Kongress werden die großen, von Joe Biden angekündigten Reformpläne wohl nicht in Gänze umgesetzt werden können. Droht damit ein Stillstand? Davon könne keine Rede sein, sagt Jack Janasiewicz, Portfolio Stratege bei Natixis Investment Manager. Er weist darauf hin, dass einige Dinge auf der Agenda des neuen US-Präsidenten auch ohne die Zustimmung des Kongresses umgesetzt werden und durchaus Wirkung erzielen können. Welche Faktoren das sind.

  • Der Wiedereinstieg in den Pariser-Klimavertrag
  • Der Beitritt zur Trans-Pacific-Partnership
  • Der Wiederbeitritt zum Iran Atomabkommen
  • Das Bekenntnis zur Weltgesundheitsorganisation
  • Maßnahmen zur Stärkung des Umweltschutzes

Multilateralismus und Welthandel stärken

„All dieses Maßnahmen können den Multilateralismus und damit auch den Welthandel stärken“, so Janasiewicz. Auch die transatlantischen Handelsbeziehungen dürften sich entspannen. Was das Verhältnis zu China angeht, erwartet Janasiewicz dass eine Biden Administration Zölle abbauen und Importquoten neu regeln werde.

Gleichzeitig warnt er vor falschen Erwartungen. „Die Politik der Eindämmung Chinas wird auch unter Joe Biden fortgesetzt, nur weniger aggressiv.“ Angesichts sich verbessernder Aussichten für den Welthandel sieht Janasiewicz gute Chancen vor allem für global agierende Unternehmen sowie für einige Staaten der Emerging Markets. Sie sollten 2021 von neuen multilateralen Impulsen profitieren.

0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Weitere Artikel
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.
Wissen, was los ist – mit den Newslettern von Cash.