Verbraucherschützer: „Börsencrashs gehören dazu“

Nach Einschätzung von Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg werden die meisten deutschen Sparer von der Coronakrise wenig spüren. Dies sagte er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

Die Coronakrise sollte aus Sicht des Finanzexperten kein Grund sein, sich komplett aus Aktien zurückzuziehen.

„Die meisten dürften davon wenig spüren, weil sie kaum Vermögen besitzen, und wenn doch, dann liegt das meiste auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten – die sind renditeschwach, aber kurzfristig sicher“, sagte Nauhauser. „Auch eine Lebens- oder Rentenversicherung bietet normalerweise eine Zins- oder Beitragsgarantie. Hier bekommen die Sparer meist mindestens so viel heraus, wie sie eingezahlt haben.“

„Auf lange Sicht weitaus höhere Erträge“

Die Coronakrise sollte aus seiner Sicht kein Grund sein, sich komplett aus Aktien zurückzuziehen. „Zwischenzeitliche Börsencrashs gehören bei der Aktienanlage nun mal dazu. Gerade weil Anleger dieses Risiko tragen, können sie auf lange Sicht auch weitaus höhere Erträge erwarten als mit sicheren Anlagen“, so Nauhauser. Wichtig dabei seien eine breite Risikostreuung und geringe Kosten. (kb)

Foto: Shutterstock

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