Zurück auf der Landkarte: B-Städte

Doch auch wenn die großen institutionellen Investoren in B-Städten bislang tatsächlich weniger vertreten sind, gibt es dort auf der anderen Seite durchaus eine stabile Nachfrage von lokalen Investoren. Diese können den Markt vor Ort gut beurteilen, während deutschlandweit tätige Investoren auf Marktstudien und Research – wie zum Beispiel der IVG – angewiesen sind, die es zu den B-Städten oft nicht gibt.

Wenn die Nachfrage nach Immobilien steigt, werden jedoch die B-Städte wesentlich stärker als bisher ins Visier der Investoren geraten. Sie haben letztlich gar keine andere Alternative, weil die Produktverfügbarkeit in den begehrten A-Lagen von A-Städten begrenzt ist. Schon jetzt sind die Renditen in den guten Lagen der A-Städte deutlich gefallen, während in den B-Städten ein hoher Nachholbedarf besteht. Man kann es drehen und wenden wie man möchte: „B“ macht Sinn, wenn die Strategie darauf längerfristig aufgebaut ist beziehungsweise auf der Produktebene ein klares Risiko-/Renditeprofil existiert welches sich von „A“ abhebt . Ein „wir finden nix in A, müssen das Geld anlegen und gehen vorsichtig in B“ kann gut gehen – muss es aber nicht.

Der Autor Dr. Thomas Beyerle leitet den Bereich “Corporate Social Responsibility & Research” im Managementteam der Bonner Immobilien-AG IVG. Bis Anfang 2011 war er Head of Global Research bei der schottischen Aberdeen-Property-Investors-Gruppe. Der studierte Geograph und Real Estate Portfolio Manager analysiert die internationalen Immobilienmärkte seit mehr als 15 Jahren. Beyerle doziert an der BA Stuttgart/Leipzig, ADI Stuttgart/Hamburg, EBS European Business School, IREBS International Real Estate Business School sowie an der Fachhochschule Biberach und der Fachhochschule Kaiserslautern.

Foto: IVG

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