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4. November 2015, 11:28
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Draghi: Höchste Zeit für europäische Einlagensicherung

EZB-Präsident Mario Draghi dringt auf einen grenzübergreifenden europäischen Sparerschutz. Es sei höchste Zeit, dass die Bankenunion komplettiert werde, sagte Draghi anlässlich des ersten Jahrestags der EZB-Bankenaufsicht.

Draghi: Höchste Zeit für europäische Einlagensicherung

EZB-Chef Mario Draghi: “Es ist höchste Zeit, dass die Bankenunion komplettiert wird. Ansonsten würden wir den selben Fehler machen wie zur Einführung des Euro.”

“Es ist höchste Zeit, dass die Bankenunion komplettiert wird. Ansonsten würden wir den selben Fehler machen wie zur Einführung des Euro”, sagte Europas oberster Währungshüter am Mittwoch zum ersten Jahrestag der EZB-Bankenaufsicht in Frankfurt. Die Bankenunion brauche alle drei Pfeiler: Gemeinsame Bankenaufsicht, gemeinsame Abwicklung von Kriseninstituten und gemeinsame Sicherung von Einlagen.

Bundesregierung sieht Vorhaben kritisch

Die EU-Kommission will bis Jahresende einen Vorschlag für ein europäisches System zur Absicherung von Bankguthaben vorlegen. Die Bundesregierung sieht das Vorhaben kritisch, weil sie befürchtet, dass deutsche Banken über einen europäischen Notfalltopf für Geldhäuser anderer EU-Staaten geradestehen müssten. Vor allem Deutschlands Sparkassen und Volksbanken laufen Sturm gegen die Pläne.

Seit einem Jahr gibt es eine zentrale Bankenaufsicht für die Eurozone unter Führung der Europäischen Zentralbank (EZB). Von 2016 an greifen gemeinsame Regeln zur Sanierung und – im Notfall – Schließung von Banken. Einen Zeitplan für die umstrittene gemeinsame Einlagensicherung gibt es bislang nicht.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Das ist doch nur Symptombekämpfung anstatt die Wurzel des des Übels zu suchen: Das Finanzsystem muss geändert werden, um die Verschluldung zu stoppen. Es kann nicht sein, dass Banken aus dem Nichts Geld schöpfen, die Finanzwelt auf diese Weise spekulativ riesige Gewinne macht, ihre Macht die Demokratie aushebelt, die Realwirtschaft und die hart arbeitenden Bürger schlussendlich die von der zockenden Finanzwelt produzierte Verschuldung tragen müssen. In der Schweiz ist das schon erkannt worden, wie man an der Vollgeldintiative erkennen kann.

    Kommentar von H. Braun — 5. November 2015 @ 08:15

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