5. Juni 2015, 11:12
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ophirum: Goldbarren und Münzen gefragt

Der Goldpreis tendiert seit etlichen Monaten seitwärts. Dabei richtet sich der Blick der Investoren zusehends auf die US-Notenbank und eine mögliche Zinsanhebung in der zweiten Jahreshälfte. Hiesige Anleger nutzen die günstigen Goldpreise, um ihre Bestände deutlich aufzustocken, so die Ophirum Commodity GmbH.

Goldfonds in Ophirum: Goldbarren und Münzen gefragt

Krisenwährung Gold ist weiter gesucht.

Erstaunlich fest zeige sich der Goldpreis. Dabei habe das Edelmetall durchaus Gegenwind, vor allem von den steigenden US-Zinsen. Im Mai hatte die US-Notenbankchefin Janet Yellen gesagt, dass die Zinsen im Jahresverlauf steigen würden, weil sich die Konjunktur beleben werde. Entsprechend sind die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen zuletzt auf 2,25 Prozent geklettert. Das ist das höchste Niveau seit Dezember 2014.

Goldpreis leidet unter steigenden Zinsen

Steigende Zinsen belasteten den Goldpreis, wirft das Edelmetall doch keine Zinsen ab. Entsprechend seien die Bestände der weltweiten Gold-ETCs zuletzt auf 1599,5 Tonnen gesunken. Das ist das niedrigste Niveau seit Mitte Januar. Woher Yellen’s Konjunkturoptimismus kommt, sei allerdings ihr Geheimnis. Laut der zweiten Schätzung war die US-Wirtschaft im ersten Quartal um annualisiert 0,7 Prozent geschrumpft, nachdem die erste Schätzung noch ein Wachstum von 0,2 Prozent gezeigt hatte.

Wirtschaftsbelebung bleibt aus

Wo bleibt die Erholung? Von der erwarteten kräftigen Konjunkturbelebung im zweiten Quartal ist aber nur wenig zu sehen. So prognostiziert die Notenbank von Atlanta, ein Wachstum für das zweite Quartal von annualisiert 0,8 Prozent. Das liege meilenweit unter der Konsensprognose der Volkswirte von annualisiert 2,5 Prozent. Die jüngsten Wirtschaftsdaten gäben der Notenbank von Atlanta Recht. Sie seien im Rückwärtsgang und lägen inzwischen teilweise deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Rückgang des Dollar als Stütze

Hingegen werde das Edelmetall von dem Rückgang des Dollar gestützt. Bei einem schwächeren Greenback steige der Goldpreis üblicherweise. Deutsche kauften kräftig Barren und Münzen Hiesige Anleger lassen sich vom Seitwärtstrend des Edelmetalls aber nicht verunsichern. Vielmehr ordern sie weiter kräftig Gold, so Ophirum.

Laut den Angaben des Branchenverbands World Gold Council (WGC) ist die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen in Deutschland im ersten Quartal 2015 um 20 Prozent auf 32,2 Tonnen gestiegen. Gleichzeitig ist die entsprechende Nachfrage in den USA um zwölf Prozent auf mickrige 9,9 Tonnen gesunken.

Deutsche bedeutende Gold-Nachfrager

Wenn man die Bevölkerungszahl berücksichtigt, hat ein Deutscher im ersten Quartal im Schnitt 13 Mal so viel Gold gekauft wie ein Amerikaner. Abgesehen von den Schweizern sind die Deutschen damit die bedeutendsten Käufer des Edelmetalls in der westlichen Welt. Angesichts des Griechenland-Dramas sollte diese Entwicklung niemanden verwundern. Das südeuropäische Land muss am 5. Juni Zahlungen von rund 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) leisten.

Nachfrage bleibt stark

Im Monat Juni summiert sich der Wert auf insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der schwelenden Staatsschuldenkrise in Europa dürfte die Nachfrage nach Gold hierzulande weiter stark sein. Investoren werden die US-Konjunkturdaten weiter genau im Auge behalten. Am kommenden Freitag sind die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Sollten die Konjunkturdaten insgesamt weiter schwächer als erwartet ausfallen, könnte das den Dollar belasten und im Gegenzug den Goldpreis beflügeln, so Ophirum. (fm)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Regierungsentwurf zur Grundrente steht: Wer profitiert, was sie kostet

Die Grundrente für langjährige Geringverdiener ist auf dem Weg – und bekommen sollen sie mehr Senioren als ursprünglich geplant. Das geht aus dem Referentenentwurf des Arbeitsministeriums hervor. Wer davon profitiert und was sie kostet.

mehr ...

Immobilien

Wo Mieten günstiger geworden ist?

In vielen deutschen Großstädten mangelt es an Wohnraum – die Mieten sind in den vergangenen Jahren teils stark gestiegen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jedoch, dass der Wohnraum in weiten Teilen des Landes günstiger geworden ist. Grund dafür ist die gute Lohnentwicklung.

mehr ...

Investmentfonds

Franklin Templeton ernennt Stefan Bauer zum neuen Deutschland-Chef

Franklin Templeton erhält zum 1. Februar 2020 einen neuen Deutschland-Chef. Stefan Bauer wird die Aufgaben von Reinhard Berben übernehmen, der zum 31. März 2020 in den Ruhestand geht.

mehr ...

Berater

Win-Win für Versicherungsvermittler und deren Kunden

Der Luxemburger Investment Fonds STAR FUND mit seinem Portfoliomanager Muirfield Capital Global Advisors bietet Versicherungsvermittlern die Möglichkeit, über den Widerspruch von Lebens- oder Rentenversicherungen verloren geglaubte Erträge für ihre enttäuschte Klientel zurückzuholen. Cash. sprach mit dem Geschäftsführer, Udo Glaubach und dem Vertriebsdirektor, Peter Paschke über das Prozedere sowie über die Vorteile für Versicherungsvermittler und Versicherte.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Keine Strafsteuer für die Altersvorsorge

Wenn die Bundesregierung Ende Januar über den Gesetzentwurf für die Grundrente berät, muss parallel auch die geplante EU-Finanztransaktionssteuer mit auf den Tisch. Diese Forderung erhebt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...