Anzeige
23. Juni 2015, 08:38
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Banken sehen sich durch FinTechs bedroht

B2B-FinTechs besitzen ein hohes Markt- aber nur ein geringes Eruptionspotenzial. Trotzdem sprechen Banken ihnen eine steigende Relevanz zu und immerhin 60 Prozent sehen ihr Kerngeschäft durch sie bedroht. So das Ergebnis der aktuellen PASS FinTech-Studie “Das FinTech-Universum 2015 – Innovationen durch FinTechs im B2B”.

Bank in Studie: Banken sehen sich durch FinTechs bedroht

Eine aktuelle Umfrage unter Finanzdienstleistern offenbart ein Bedrohungspotenzial für Banken.

FinTechs sind heute überall im Banking aktiv: vom Zahlungsverkehr über Kredite und das Portfoliomanagement bis hin zur Customer Journey. Aber können sie die Bankenlandschaft nachhaltig verändern? Die Studie analysiert die Geschäftsmodelle von 15 FinTechs und befragt 36 Bankmitarbeiter nach ihrer Einschätzung der Lage.

Markt- versus Eruptionspotenzial

Laut den Studienteilnehmern wächst die Bedeutung von FinTechs. Heute schätzen sie 24 Prozent als relevant ein. Ein Wert, der im Zeithorizont von fünf Jahren auf 53 Prozent ansteigt. Die jungen Wilden treten als Attacker und als Zulieferer auf. Welche Strategie verspricht Erfolg? Die meisten Geschäftsmodelle weisen ein hohes Marktpotenzial auf – allerdings nur, wenn sie Bankleistungen anreichern. Deutlich geringer ist das Eruptionspotenzial. Nur wenige Innovationen können die Banking-Welt ernsthaft ins Wanken bringen.

Kerngeschäft der Banken in Gefahr?

Dazu zählen vor allem das Payment inklusive Kassensysteme und Unternehmenskredite für kleine und mittlere Unternehmen. Leistungen wie zum Beispiel das Cash Online Payment oder Factoring bewegen sich in Randbereichen – insofern ist die Wertschöpfung der Banken aktuell nicht in nennenswerter Weise gefährdet. Gefahr und Chance Nichtsdestotrotz fürchten 60 Prozent der befragten Bankmitarbeiter, dass FinTechs ihnen im Kerngeschäft gefährlich werden können.

FinTechs beschleunigen Digitalisierung

Ob dies zutrifft, kommt auf den Blickwinkel und das Geschäftsmodell an: Als Zulieferer bieten FinTechs Banken eine Chance, bringen frischen Schwung und beschleunigen die Digitalisierung. Insofern verwundert es kaum, dass bereits zahlreiche Kooperationen bestehen – zumindest im von der Studie untersuchten B2B-Umfeld.

Als Attacker greifen FinTechs gezielt die Wertschöpfungskette an, momentan jedoch noch nicht die der Banken, sondern die von Zahlungsdienstleistern und Rating-Agenturen. Die Gefahr ist real. Klar ist, dass sich das Banken-Universum dynamisch und radikal verändert. Denn hinter den FinTechs lauern mit Amazon, Google, Apple & Co. mächtige Angreifer. (fm)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Niedrigzins und neue Produktideen

Die Altersvorsorge befindet sich im Umbruch, diverse neue Produkte drängen auf den Markt. Auch die Gothaer hat ihr Portfolio überarbeitet und ist mit einem neuen Angebot gestartet. Am Anfang der Produktentwicklung stand eine umfangreiche Marktanalyse.

Gastbeitrag von Michael Kurtenbach, Gothaer Leben

mehr ...

Immobilien

Vonovia vereinbart Kooperation mit französischer Groupe SNI

Der Immobilienkonzern Vonovia und sein französisches Pendant, die Groupe SNI, haben vereinbart, zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen wollen gemeinsam nach Wachstums- und Investitionsmöglichkeiten suchen.

mehr ...

Investmentfonds

George Soros überträgt Großteil seines Vermögens an eigene Stiftung

Der Finanzinvestor George Soros hat einen Großteil seines Vermögens seine Stiftung Open Society übertragen, die damit zur zweitgrößten Stiftung in den USA wurde. Nur die Bill & Melinda Gates Foundation verfügt noch über mehr Kapital.

mehr ...

Berater

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Capital Stage baut institutionelles Erneuerbare-Energien-Portfolio aus

Die innerhalb der Capital Stage Gruppe auf das Asset-Management-Geschäft für institutionelle Anleger spezialisierte Chorus Clean Energy AG hat für einen von ihr gemanagten Luxemburger Spezialfonds weitere Solar- und Windparks in Deutschland mit einer Gesamterzeugungsleistung von nahezu 20 MW erworben.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...