Studie: Deutsche sind bei Krediten zu sorglos

Deutsche Verbraucher vernachlässigen häufig die Recherche vor der Beantragung eines Kredits. Das ergab eine repräsentative Studie des Online-Kreditvergleichsportals smava in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IPSOS.

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62 Prozent der Kreditnehmer geben zu, sich vor Aufnahme ihres letzten Kredits nicht umfassend informiert zu haben. Nur Vier von Zehn (40 Prozent) vergleichen grundsätzlich Angebote, bevor sie ein Darlehen abschließen. Die Studie zeigt, dass die Sorgfalt bei der Kreditaufnahme in den letzten 12 Monaten nachgelassen hat: Lediglich jeder Fünfte (21 Prozent) hat vor der Aufnahme seines letzten Kredits verschiedene Angebote im Netz selbst verglichen – im Vorjahr waren es noch 28 Prozent.

Kaum noch Konditionenchecks bei Filialbank

Die Anzahl derjenigen, die einen Konditionencheck bei den Filialbanken machten, ist sogar von 21 auf 10 Prozent gesunken. Selbst der gute Rat der Familie wird mit 14 Prozent im Gegensatz zu 21 Prozent im Vorjahr von immer weniger Verbrauchern in Anspruch genommen. Ein Faktor für die nachlassende Vorab-Recherche und die erhöhte Sorglosigkeit im Umgang mit Krediten dürfte Zeitnot sein: Jeder zehnte deutsche Kreditnehmer (11 Prozent) gibt zu, seinen letzten Kredit unter Zeitdruck abgeschlossen zu haben – darunter finden sich doppelt so viele Filialbankkunden als Online-Kreditnehmer (14 gegenüber acht Prozent).

Kreditnehmer unter 30 in Zeitnot

Am meisten gestresst sind jedoch die unter 30-Jährigen, von denen ein Fünftel (21 Prozent) ihren letzten Kredit unter Zeitnot abgeschlossen hat. „Bei so einer wichtigen Entscheidung wie dem passenden Kredit vertrauen viele Verbraucher zu sehr darauf, dass das erste Angebot auch das günstigste ist“, erklärt Alexander Artopé, Geschäftsführer und Mitgründer der smava GmbH. „Allerdings ist das so gut wie nie der Fall. Mit einer gründlichen Recherche können mehrere Hundert Euro gespart werden.“ (fm)

Foto: Shutterstock

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