Bankenabgabe: Deutsche Institute legen Widerspruch ein

Die von der europäischen Bankenabwicklungsbehörde SRB errechnete Bankenabgabe sorgt für Verdruss bei deutschen Kreditinstituten. 187 deutsche Banken haben gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt.

Bankenabgabe
Der FMSA liegen Widersprüche von 187 Instituten gegen den Bescheid über die Bankenabgabe 2016 vor.

Die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) bestätigte einen Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag), wonach ihr Widersprüche von 187 Instituten gegen den Bescheid über die Abgabe 2016 vorliegen.

Großen Banken mit zusätzlicher Risikogewichtung

Für die großen Banken hat die EU-Behörde zusätzlich eine Risikogewichtung eingebaut: Wer viele riskante Anlagen hat, müsse eine höhere Abgabe zahlen als ein risikoarmes Institut, schrieb das Blatt. Banken wie die LBBW klagten darüber, dass sie nicht nachrechnen könnten, welche Risiken wie gewichtet würden.

Mit Blick auf den Korrekturbedarf erklärte die FMSA: „Hier wurden in Brüssel erstmals sehr komplexe Berechnungen durchgeführt. Die eingebauten Risikogewichtungen dienen dazu, künftig erforderlich werdende Bankstabilisierungen verursachergerecht abzuarbeiten und den Steuerzahler zu schonen.“

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Die Bankenabgabe fließt in den gemeinsamen europäischen Krisenfonds. Dieser Topf dient als Puffer für mögliche Schieflagen von Instituten. Er wird seit diesem Jahr gefüllt und soll bis 2024 mit 55 Milliarden Euro ausgestattet sein. Ziel ist, dass Banken selbst für Notlagen vorsorgen, damit im Ernstfall nicht die Steuerzahler einspringen müssen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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