Anzeige
25. Januar 2016, 10:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die chinesische Gefahr

Die Kommentare zu den Wirtschaftsdaten aus China sind vielfach übertrieben negativ. Gerade das ist ein Anlass zur Sorge. Der Löwer-Kommentar.

Stefan-Loewer21 in Die chinesische Gefahr

“Von einer Abschwächung kann auf Basis der offiziellen Zahlen eigentlich gar keine Rede sein, von einem Abschwung schon gar nicht.”

China verzeichnete 2015 sein drittgrößtes Wachstum aller Zeiten, die Wirtschaft hat so stark zugelegt wie seit vier Jahren nicht mehr: Auch so könnten die Zahlen, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, beschrieben werden.

Stattdessen jedoch dominierte allerorten eine andere Überschrift: “Schwächstes Wachstum seit 25 Jahren”. Die entsprechenden Berichte glichen – auch vor dem Hintergrund der schon seit Jahresanfang anhaltenden Börsenturbulenzen – nicht selten Untergangsszenarien, so als stecke das Land in einer schweren Depression.

Dabei bezogen sie sich auf die Meldung, dass die Wirtschaft Chinas im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben um 6,9 Prozent gewachsen sei. Das ist in der Tat der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Doch das ist allenfalls die halbe Wahrheit.

Das Rechnen vergessen?

Ob es bei einem Wachstum von fast sieben Prozent überhaupt angebracht ist, von “Schwäche” zu sprechen, sei dahingestellt. Jedenfalls haben die meisten offenbar das Rechnen vergessen.

Schließlich steigt mit jedem Wachstumsjahr die Basis für die Berechnung der Veränderung im Folgejahr. In Deutschland macht das wegen des Mini-Wachstums nicht besonders viel aus. In China hingegen ist der Effekt gewaltig.

So hat sich das Brutto-Inlandsprodukt des Riesenreichs – also die Berechnungsbasis – nach den Zahlen der Weltbank allein zwischen 2006 und 2014 glatt verdoppelt. Demnach ist die Wirtschaftsleistung Chinas mittlerweile rund 2,5mal so groß wie diejenige Deutschlands.

Seite 2: 1990er Jahre nicht vergleichbar

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...