Anzeige
18. Juli 2016, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hapag-Lloyd fusioniert mit arabischem Konkurrenten

Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise ist die Reederei Hapag-Lloyd ihre zweite Fusion mit einem ausländischen Konkurrenten eingegangen. Bis zum Ende des Jahres soll der Zusammenschluss mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) vollzogen sein, teilten die beiden Unternehmen in Hamburg mit.

Shutterstock 270886235 in Hapag-Lloyd fusioniert mit arabischem Konkurrenten

Durch die Fusion mit UASC werden Katar und Saudi-Arabien zu Ankeraktionären der führenden deutschen Containerreederei.

Eine entsprechende Vereinbarung sei am Montag unterzeichnet worden, nachdem wesentliche Gremien und die Hauptaktionäre zugestimmt hatten.

Das neue Unternehmen wird 237 Schiffe mit einer Transportkapazität von rund 1,6 Millionen Standardcontainern (TEU) betreiben und einen Umsatz von rund zwölf Milliarden US-Dollar erreichen. Damit wäre Hapag-Lloyd die fünftgrößte Linienreederei der Welt. Zur Flotte zählen auch fünf besonders große Containerfrachter mit einer Kapazität von 18.800 TEU, die zu den effizientesten Schiffen weltweit gehören sowie elf Schiffe mit einer Kapazität von 15.000 TEU.

Hapag-Lloyd hatte erst im vergangenen Jahr die Fusion mit dem Containerbereich der chilenischen Reederei CSAV abgeschlossen. “Die Transaktion mit UASC ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Hapag-Lloyd”, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. “Dieser strategische Zusammenschluss macht für beide Partner absolut Sinn.” Die wachsende globale Präsenz und die junge und hocheffiziente Flotte von UASC kämen zusammen mit der breiten Marktabdeckung und der starken Kundenbasis von Hapag-Lloyd.

Kartellbehörden müssen noch zustimmen

Mit der Fusion ändern sich auch die Besitzverhältnisse an Hapag-Lloyd. Die Investmentgesellschaften des Emirats Katar und Saudi-Arabiens werden mit 14 und zehn Prozent der Aktien neue Kerngesellschafter der Hamburger Reederei. Sie haben sich mit den Aktionären CSAV, der Beteiligungsgesellschaft der Stadt Hamburg und dem Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne darauf verständigt, das Kapital von Hapag-Lloyd um rund 400 Millionen Euro zu erhöhen.

Die Aktionäre des Hamburger Unternehmens müssen auf ihrer Hauptversammlung der Kapitalerhöhung noch zustimmen. Auch Genehmigungen verschiedener Kartellbehörden sowie die Kreditzusagen der Banken stehen noch aus. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Digitalisierung: “Technische Infrastruktur wird Erfolgsfaktor”

Die Digitalisierung stellt Versicherer und Vertriebe vor enorme Herausforderungen. Denn neben dem Aufbau neuer IT-Strukturen oder effizienter Backend-Prozesse geht es auch um Prozesse zur Digitalisierung des Vertriebs und der Kundenbetreuung.

mehr ...

Immobilien

Brände zerstören Teile Kaliforniens – auch Thomas Gottschalks Haus betroffen

Gewaltige Brände im Norden und Süden Kaliforniens haben Hunderte Quadratkilometer Wald vernichtet und Tausende Häuser zerstört. Nach Angaben des kalifornischen Feuerwehrverbands CPF mussten rund 250.000 Menschen vor den Flammen fliehen. Auch die Häuser zahlreicher Prominenter sind betroffen.

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreise steigen wieder

Nach den Verlusten der vergangenen Wochen, ziehen die Ölpreise wieder an. Das liegt unter anderem an dem knapperen Angebot. Ob die Opec-Mitglieder ihre Fördermenge in nächster Zeit reduzieren, ist unentschieden. Russland und Saudi-Arabien sind unterschiedlicher Meinung.

mehr ...

Berater

Bundesregierung warnt Banken vor hartem Brexit

Die Bundesregierung mahnt die Finanzbranche, sich trotz jüngster Lichtblicke bei den Brexit-Verhandlungen auf einen möglichen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU einzustellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP kauft drei weitere Pflegeheime

Die INP-Gruppe aus Hamburg hat drei Pflegeeinrichtungen der Wolf-Gruppe aus Eschwege, Hessen, übernommen. Zwei der drei Immobilien wurden für den offenen Spezial-AIF “INP Deutsche Pflege Invest” erworben, die dritte für einen Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

PRIIP und die UCITS-KIID: Fallstricke in der Umstellung?

Das ifa-Ulm sieht bei der Umstellung von UCITS-KIID zu PRIIP-spezifischen Angaben neue Herausforderungen auf die Versicherer zukommen. Denn gerade beim Umgang mit laufenden Jahresbeiträgen liefern die technischen Regulierungsstandards keine klaren Vorgaben.

 

mehr ...