Hapag-Lloyd plant neues Bündnis mit fünf Reedereien

Die Container-Reederei Hapag Lloyd will sich mit fünf Konkurrenten zu einem Bündnis zusammenschließen. Die neue Partnerschaft mit den Reedereien Hanjin, „K“Line, Mitsui O.S.K. Lines, Nippon Yusen Kaisha und Yang Ming soll den Namen „The Alliance“ tragen.

Zum Jahresstart ist Hapag-Lloyd wegen des Preiskampfs in der Branche wieder in die roten Zahlen gefahren.
Zum Jahresstart ist Hapag-Lloyd wegen des Preiskampfs in der Branche wieder in die roten Zahlen gefahren.

Sie soll alle Ost-West-Fahrtgebiete umfassen und damit die Strecken von Asien aus nach Europa, nach Nordamerika sowie in den Nahen Osten. Die gemeinsame Flotte umfasst den Angaben zufolge mehr als 620 Schiffe mit rund 18 Prozent der weltweiten Kapazität von 3,5 Millionen Standard-Containern. Allerdings müssen die Kartellbehörden der Zusammenarbeit noch zustimmen.

Unterdessen verhandeln die Hamburger weiter mit der United Arab Shipping Company (UASC) über eine Fusion. Wenn es dazu kommt, soll UASC ebenfalls Mitglied des neuen Bündnisses werden.

Zum Jahresstart ist Hapag-Lloyd wegen des Preiskampfs in der Branche wieder in die roten Zahlen gefahren. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Verlust von fast 43 Millionen Euro nach einem Gewinn von 128 Millionen ein Jahr zuvor.

Deutlich gesunkene Transportpreise

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) hielt sich Hapag-Lloyd dank Einsparungen und deutlich billigeren Treibstoffs mit knapp fünf Millionen Euro in der Gewinnzone, blieb aber weit unter dem Vorjahresergebnis. Wegen deutlich gesunkener Transportpreise brach der Umsatz um 16 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein – obwohl die Reederei mehr Container beförderte.

Vorstandschef Rolf Habben Jansen sprach von einem „akzeptablen Ergebnis“ im saisontypisch schwachen ersten Quartal. Er baut auf weitere Einsparungen. Ein Ende 2015 aufgelegtes neues Sparprogramm soll die Kostenbasis des Konzerns in diesem Jahr um einen hohen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag senken helfen. Auch dadurch soll das Ebit 2016 deutlich steigen. Im vergangenen Jahr hatte es 366 Millionen Euro betragen. (dpa-AFX)

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Foto: Shutterstock

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