18. Mai 2016, 13:42
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Schiffskrise reißt NordLB wieder ins Minus

Norddeutschlands größte Landesbank NordLB steckt wieder mitten im Strudel der globalen Schiffskrise. Das Geldhaus musste im Startquartal 2016 wegen maroder Schiffskredite einen neuen Risikopuffer in Höhe von 435 Millionen Euro bilden, was das Ergebnis mit 84 Millionen Euro tief in die Verlustzone zog.

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Die NordLB hat ihren Unternehmenssitz in Hannover.

“Wir erwarten auch in den kommenden Quartalen keine Verbesserung der Lage an den Schiffsmärkten. Deshalb rechnen wir weiterhin mit einer deutlich steigenden Risikovorsorge”, sagte NordLB-Chef Gunter Dunkel zur Vorlage der Quartals-Eckzahlen am Mittwoch in Hannover. 2016 soll laut neuer Prognose auch als Gesamtjahr mit einem Verlust enden.

In den ersten drei Monaten des Vorjahres hatte die NordLB noch 156 Millionen Euro Gewinn eingefahren – damals fiel aber auch nur rund ein Viertel der aktuellen Kredit-Risikovorsorge an. Das vergangene Jahr über sah es so aus, als fahre die NordLB aus dem Strudel der Schiffskrise. Die maritime Transportbranche leidet seit Jahren unter mangelnder Auslastung – in der Regel rentieren sich nur vollgepackte Schiffe, die oft fahren und selten vor Anker liegen.

Engagement soll reduziert werden

Die NordLB ist einer der größten Schiffsfinanzierer Europas. Das Engagement in dem Sektor will die Bank aber reduzieren, um die Abhängigkeit zu verkleinern. “Ohne die Sonderbelastung durch die abermalige Verschärfung der Schifffahrtskrise hätten wir mit unseren Geschäftsergebnissen nahtlos an die guten Vorjahreszahlen anknüpfen können”, sagte Dunkel.

Insgesamt sei der Dämpfer zu verkraften und kein Grund für Panik, weil die Bank in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und die Substanz gestärkt habe. “Daher kann die NordLB auch ein Jahr mit einem schwachen oder gar negativen Ergebnis gut verarbeiten und alle aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen weiterhin deutlich erfüllen”, kündigte Dunkel an. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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