9. November 2017, 17:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Paradise Papers: EU-Finanzkommissar will Sanktionen gegen Steueroasen

EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici hat nach den jüngsten Enthüllungen zu den “Paradise Papers” Sanktionen gegen Steueroasen gefordert. Länder, die sich auf einer geplanten Schwarzen Liste der EU fänden, sollten auch Konsequenzen spüren, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Paradise Papers: EU-Finanzkommissar will Sanktionen gegen Steueroasen

EU-Finanzkommissar Moscovici fordert Sanktionen gegen Steueroasen.

Die Art der Sanktionen sei auf europäischer Ebene noch nicht im Detail diskutiert werden. “Es könnte aber zum Beispiel um Maßnahmen gehen, die Transaktionen verteuern oder die verhindern, dass sie von Krediten von EU-Banken profitieren”.

Die Schwarze Liste der EU soll bis Jahresende fertig werden und Drittstaaten mit zweifelhaften Steuerregelungen auflisten. Auch Länder, die beim Austausch von Steuerdaten unkooperativ sind, sollen damit an den Pranger gestellt werden.

Die Informationen aus den “Paradise Papers” über massive Steuerflucht erhöhten nun den Druck auf die EU-Mitgliedstaaten, mit Gegenmaßnahmen voranzukommen, sagte der französische EU-Kommissar.

Moscovici: Deutschland muss mehr in Infrastruktur investieren

Moscovici war am Mittwoch in Berlin mit Spitzen der möglichen neuen Jamaika-Koalition zusammengekommen. So traf er FDP-Chef Christian Lindner, den Grünen-Spitzenkandidaten Cem Özdemir und den geschäftsführenden CDU-Finanzminister Peter Altmaier. Themen waren die deutsch-französische Zusammenarbeit und die Zukunft von EU und Eurozone.

Der EU-Kommissar rief Deutschland zu mehr Investitionen vor allem in die Infrastruktur auf. Einige Maßnahmen seien zwar in Angriff genommen worden, sagte er. “Aber wir glauben, es gibt hier noch Spielraum.”

Deutschland halte die Haushaltsregeln der EU ein, betonte der Franzose. Aber es gebe zwei Sorten von Ungleichgewichten: zu hohe Defizite und zu hohe Überschüsse in den Leistungsbilanzen.

Beim zweiten Punkt hätten etwa Deutschland und die Niederlande wegen ihrer riesigen Überschüsse Handlungsbedarf. “Es sollte und könnte Anstrengungen geben, Investitionen zu stärken.” (dpa-AFX)

Foto: picture alliance/ZUMA Press

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bischof Wechsel: Hanning und Wasserfall übernehmen

Das Personalkarusell dreht sich: Thomas Bischof verlässt die Württembergische aus familären Gründen in Richtung Köln. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 übernimmt Zeliha Hanning (41) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Versicherung AG und Jacques Wasserfall (45) den Vorstandsvorsitz der Württembergische Lebensversicherung AG und der Württembergische Krankenversicherung AG.

mehr ...

Immobilien

Corona-Pandemie rückt Immobilienverrentung in den Fokus

Nach bald einem halben Jahr Corona ziehen Senioren zumindest für Immobilien eine positive Bilanz: Das zeigt eine aktuelle Studie der DEGIV, Gesellschaft für Immobilienverrentung, unter 1.067 Immobilieneigentümern und Mietern im Rentenalter.

mehr ...

Investmentfonds

“Investoren aufgepasst, Trump & Biden sind sich in einer Sache einig!”

Christopher Smart, Chefstratege und Leiter des Barings Investment Institute, befasst sich in seinen aktuellen Leitgedanken mit den Herausforderungen, die sich einerseits aus den Chancen des chinesischen Aufstiegs und andererseits den Risiken durch eine verschärfte Handels- und Industriepolitik der USA gegenüber China ergeben.

mehr ...

Berater

Sparquote dürfte 2020 auf rund 16 Prozent steigen

Die Coronakrise dürfte die Sparquote in Deutschland nach Einschätzung der DZ Bank in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. Nachdem die Verbraucher bereits im ersten Halbjahr 2020 deutlich mehr Geld auf die hohe Kante legten als üblich, erwarten die Experten des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dies auch für die nächsten Monate.

mehr ...

Sachwertanlagen

Solvium lanciert Zertikat für Schweizer Profi-Investoren

Der Hamburger Logistik-Assetmanager Solvium Capital bringt die Assets „Schiffscontainer“ und „Wechselkoffer“ über ein Zertifikat auf den Schweizer Markt. Dazu ist das Unternehmen eine neu geschlossene Partnerschaft mit dem Züricher Verbriefungsspezialisten Gentwo eingegangen.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...