Rickmers-Anleihe wird von der Börse genommen

Die nahezu wertlose Anleihe der insolventen Reederei Rickmers wird an der Börse bald nicht mehr gehandelt. Die Rickmers Holding AG habe die Teilnahme der Anleihe am Börsenhandel zum frühestmöglichen Zeitpunkt gekündigt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Container-Schiff im Hamburger Hafen: Die deutschen Ausfuhren kletterten im März 2017 auf den höchsten Monatswert seit 1950.
Container-Schiff im Hamburger Hafen: Die Branche steckt seit Jahren in einer schweren Krise.

Sobald die Kündigung wirksam werde, könne der Handel der Anleihe eingestellt werden. Rickmers hatte sich während der Schifffahrtskrise im Jahr 2013 von Anlegern 275 Millionen Euro geliehen und dafür 8,875 Prozent Zinsen in Aussicht gestellt.

Anleihekurs: Drei Prozent

Die Anleihe notiert aktuell bei einem Kurs von rund drei Prozent. Das heißt: Wer 1000 Euro investiert hat, bekommt 30 Euro zurück, wenn er die Anleihe über die Börse verkauft. Eine eventuelle Insolvenzquote dürfte nicht wesentlich höher ausfallen.

Die Reederei hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die HSH Nordbank einem Sanierungskonzept ihre Zustimmung versagt hatte. Nun will Rickmers die Insolvenz in Eigenverwaltung versuchen und hat dazu Sanierungsexperten an Bord geholt. Rund 2000 Mitarbeiter an Land und auf See bangen um ihren Arbeitsplatz. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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